DOK.fest 2017

SOS-Kinderdörfer weltweit verleihen Dokumentarfilmpreis

07.03.2017 - Kindheit ist die Zeit der Geborgenheit, des Lernens und des Lachens. Doch nicht alle Kinder wachsen sorglos und wohlbehütet auf. Viele Kinder müssen sich ihren Weg im Leben hart erkämpfen, müssen hungern oder arbeiten, werden versklavt, misshandelt oder missbraucht.
DOK.fest München - SOS vergibt Dokumentarfilmpreis
Das DOK.fest München zeigt im Mai 2017 über 150 aktuelle Dokumentarfilme aus über 40 Ländern. Foto: DOK.fest

Die unterschiedlichen Lebenswelten der Kinder darzustellen in all ihren schönen wie grausamen Facetten ist das Ziel des Dokumentarfilmpreises der SOS-Kinderdörfer weltweit, der bereits zum vierten Mal beim 32. DOK.fest München verliehen wird. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird von B.O.A. Videofilmkunst, München, gestiftet sowie vom Dokumentationssender PLANET unterstützt.

Der SOS-Dokumentarfilmpreis wird zum 4. Mal verliehen

„Kinder erleben große Liebe aber auch Ablehnung. Familie kann der schönste, aber auch der schrecklichste Platz im Leben eines Kindes sein“, sagt Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit in München. „Mit dem SOS-Dokumentarfilmpreis möchten wir die Augen von Filmemachern und Zuschauern auf die unterschiedlichsten kindlichen Schicksale lenken und die Kraft, die Kindern innewohnt, mit diesem Schicksal umzugehen.“

Foto aus dem Film Sonita - Preisträger 2016
Die iranische Filmemacherin Rokhsareh Ghaem Maghami erhielt 2016 den SOS-Dokumentarfilmpreis für den Film Sonita. Quelle: TAG/Traum-Filmproduktion

Die Jury des SOS-Dokumentarfilmpreises ist hochkarätig besetzt. Im Gremium sitzen Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Hans Demmel, Geschäftsführer n-tv und VPRT-Verbandschef, Jutta Krug, beim WDR verantwortlich für Kino-Dokumentarfilm, Doris Hepp, beim ZDF zuständig für den kreativen Dokumentarfilm und Themenabende, Dr. Wilfried Vyslozil, SOS-Vorstandsvorsitzender, und Christine Kehrer, Head of TV/Video Communication, SOS-Kinderdörfer weltweit.

Hochkarätige Jury verleiht den SOS-Dokumentarfilmpreis

Das DOK.fest München ist eines der großen Festivals in Europa für den internationalen, künstlerisch anspruchsvollen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilm. Das Publikumsfestival findet in diesem Jahr vom 3. bis 14. Mai statt. Der SOS-Dokumentarfilmpreis wird im Rahmen der großen Preisverleihung am 13. Mai 2017 verliehen. Am 14. Mai wird der SOS-Preisträgerfilm im Münchner Museum Fünf Kontinente noch einmal der Öffentlichkeit präsentiert.

Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Aus dem ersten Kinderdorf in Imst/Tirol entstand eine global agierende Hilfsorganisation. Sie ist heute mit 568 Kinderdörfern und mehr als 1.900 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekten und der SOS-Familienhilfe in 134 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

 

Trailer Dokumentarfilmpreis SOS-Kinderdörfer weltweit - DOK.fest 2017:

Rückblick DOK.fest 2016: