Erdbeben in Chile: SOS-Kinder und Mitarbeiter unverletzt

01.03.2010 - Eines der stärksten Erdbeben der Geschichte hat weite Teile Chiles verwüstet. In den SOS-Kinderdörfern des lateinamerikanischen Landes forderte die Katastrophe zum Glück keine Verletzten. Das Beben richtete jedoch in einigen SOS-Einrichtungen Gebäudeschäden an.

Karte: SOS-Kinderdörfer in Chile
Erdbeben in Chile: Die SOS-Kinderdörfer blieben von der Katastrophe weitgehend verschont, in einigen Dörfern entstanden Sachschäden.
Das Erbeben erschütterte Chile am 27. Februar und hatte eine Stärke von 8,8. Das Epizentrum lag im Pazifik, gut hundert Kilometer von der Stadt Concepción entfernt. In der Region versanken ganze Innenstädte in Trümmern. Das Beben wurde von einer Flutwelle begleitet, die über die Küstenorte hereinbrach.

Nach offiziellen Angaben forderte die Katastrophe mindestens 700 Tote und Tausende Verletzte. Die chilenische Regierung rechnet damit, dass zwei Millionen durch die Katastrophe obdachlos geworden sin.

Sachschäden in einigen SOS-Einrichtungen

In den 13 chilenischen SOS-Kinderdörfern kam zum Glück niemand zu Schaden, wie mittlerweile bekannt ist. SOS-Kindern und -Mitarbeitern geht es den Umständen entsprechend gut. Vor allem im SOS-Kinderdorf Bulnes entstanden jedoch schwere Gebäudeschäden. Sechs Häuser wurden dort so stark beschädigt, dass sie nun unbewohnbar sind. Die SOS-Familien wurden daher in anderen Gebäuden untergebracht. Auch die Jugendeinrichtung des Kinderdorfs Chaimávida ist beschädigt und die Jugendlichen mussten umquartiert werden. Im SOS-Kinderdorf Coyanco wurde ein Wassersammler beschädigt. In den anderen Kinderdörfern des Landes entstanden keine größeren Schäden. In mehreren SOS-Dörfern wurde jedoch die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen.

SOS-Kinderdörfer sind bereit, unbegleitete Kinder aufzunehmen

Im Großraum der Stadt Concepción gibt es vier SOS-Kinderdörfer. Diese sind bereit, Notunterkünfte für unbegleitete Kinder bereitzustellen und die Wiedervereinigung der Kinder mit deren Familien zu unterstützen.
Vor allem in den Nachbarschaften der SOS-Kinderdörfer Concepción and Curicó liegen viele Häuser in Trümmern. SOS-Mitarbeiter erarbeiten derzeit einen Aktionsplan für Hilfsmaßnahmen.

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1965 in Chile aktiv. Heute gibt es in Chile dreizehn SOS-Kinderdörfer, elf SOS-Jugendeinrichtungen, vier SOS-Kindergärten, zwei SOS-Ausbildungszentren und zehn SOS-Sozialzentren.