Erdbeben in Nepal: SOS-Kinderdörfer starten Nothilfe

Betreuung elternloser Kinder im Katastrophengebiet

26.04.2015 - Nach dem schweren Erdbeben mit mindestens 2000 Toten in Nepal haben die SOS-Kinderdörfer Nothilfemaßnahmen eingeleitet. SOS bietet Unterkunft und Hilfe für betroffene Kinder und Erwachsene im Erdbebengebiet an.

Überblick: Hier erfahren Sie mehr zur SOS-Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal.


Erdbeben in Nepal: Helfer suchen in Trümmern nach Überlebenden, Kathmandu, Nepal – Foto: EPA/NARENDRA SHRESTHA

Bereits kurz nach der Katastrophe wurden Betroffene in SOS-Einrichtungen – einer Schule und einer Jugendeinrichtung – aufgenommen. Zudem werden Erdbebenopfer mit Nahrungsmitteln und Medizin versorgt. „Die SOS-Kinderdörfer sind in Nepal mit über 800 Mitarbeitern gut aufgestellt und haben direkt nach dem Erdbeben ihre Nothilfe für Opfer der Katastrophe begonnen“, erklärte die SOS-Regionalleiterin Asien, Shuba Murti, am Sonntag.

Die SOS-Kinderdörfer in Nepal sind mit 37 Einrichtungen seit vielen Jahren in Nepal tätig. Drei Kinderdörfer liegen am Stadtrand von Kathmandu oder in unmittelbarer Nähe der nepalesischen Hauptstadt. SOS-Kinder und Mitarbeiter wurden durch das Erdbeben nicht verletzt.

Nothilfe-Kitas und Familienzusammenführung

„Hauptaufgabe der SOS-Kinderdörfer wird die Betreuung von Kindern sein, die ihre Eltern durch das Erdbeben verloren haben oder von ihnen getrennt wurden“, erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit in München. Die Kinder werden betreut und psychologisch behandelt,  während Angehörige ausfindig gemacht werden. Langfristig unterstützt SOS arme Familien beim Wiederaufbau ihrer Existenz. Man arbeite hierbei intensiv mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammen, sagte Yassin.

Zudem werden traumatisierte Kinder in eigens eingerichteten Nothilfe-Kindertagesstätten betreut, während ihre Eltern sich um den Wiederaufbau ihrer Häuser kümmern können. „Wir haben eine lange Erfahrung mit diesen Nothilfemaßnahmen aus unserer Arbeit nach dem Tsunami in Südostasien, dem Erdbeben in Haiti oder dem Taifun Haiyan auf den Philippinen“, erklärte Yassin.

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