Staatsminister Erler begrüßt Bildungsoffensive der SOS-Kinderdörfer

03.08.2009 - Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Dr. Gernot Erler, hat die jüngste Bildungsoffensive der SOS-Kinderdörfer begrüßt: "Wenn Menschen der Zugang zu Bildung verwehrt ist, fehlt eine Perspektive für die Zukunft. Dieser Mangel an Perspektiven ist der Nährboden für Extremismus. Deshalb begrüßen wir die Initiative der SOS-Kinderdörfer 'Ändern Sie den Stundenplan!'"
Staatminister Dr. Gernot Erler mit SOS-Präsident Helmut Kutin und SOS-Geschäftsführer Dr. Wilfried Vyslozil
SOS-Präsident  Helmut Kutin, Staatsminister Dr. Gernot Erler und SOS-Geschäftsführer Dr. Wilfried Vyslozil (v.l.) rufen zum Kampf gegen mangelnde Bildung auf.
Bis zum Weltbildungstag am 8. September informieren die SOS-Kinderdörfer verstärkt über die Benachteiligung von Kindern, die ohne Hilfe von außen keine Chance haben, eine Schule zu besuchen.
"Bildung ist Menschenrecht", betonte Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, bei seinem Gespräch mit Staatsminister Erler im Berliner Außenministerium.
"Viele Kinder haben auf ihrem alltäglichen Stundenplan den reinen Überlebenskampf mit Betteln, Kinderarbeit oder Essen suchen. Die SOS-Kinderdörfer möchten, dass Rechnen, Lesen und Schreiben auf dem Stundenplan dieser Kinder stehen", ergänzte Dr. Wilfried Vyslozil, Geschäftsführer von SOS-Kinderdörfer weltweit.

"Bildung ist ein Schlüssel für den Weg aus der Armut und für die Bundesregierung eine zentrale Strategie zur Armutsbekämpfung. Die SOS-Kinderdörfer leisten hier Großartiges und verdienen jede Unterstützung", sagte Erler.

Bildungsarbeit der SOS-Kinderdörfer

Die SOS-Kinderdörfer unterhalten weltweit 520 Schulen, Kindergärten und Berufsbildungszentren, die sowohl SOS-Kinderdorf-Kindern als auch Kindern aus den umliegenden Gemeinden offen stehen. Ein neuer Schwerpunkt in der Bildungsarbeit ist die SOS-Familienhilfe, bei der Kinder bedürftiger Familien unterstützt werden. Die SOS-Kinderdörfer übernehmen Schulgebühren und kommen für Schuluniformen und Schulbedarf auf. "Es darf nicht sein, dass ein Kind von der Schule wegbleibt, weil der Familie das Geld für die Schule fehlt", betonte Präsident Kutin und ruft die Bundesbürger auf, symbolisch "SOS-Schulweghelfer" zu werden und die Aktion Ändern Sie den Stundenplan! zu unterstützen.