SOS-Nothilfe: Wasser und Nahrung für Schulen in Kenia

10.10.2011 - Die Dürre in Ostafrika beeinträchtigt sogar die Bildung: Weil es in den Schulen nichts mehr zu essen und zu trinken gab, gingen die Kinder in Marsabit nicht mehr in den Unterricht. Die SOS-Kinderdörfer versorgen fünf Schulen im Norden Kenias mit Wasser und Nahrungsmitteln – nun kehren die Kinder in die Klassenzimmer zurück.

Kenianische Schüler in Marsabit
Jungen in der Nähe des Flüchtlingscamps in Marsabit
„Da wir in der Schule weder Essen noch einen einzigen Tropfen Wasser hatten, sind die Kinder nicht mehr in die Schule gekommen. Stattdessen haben Sie versucht Nahrung aufzutreiben“, erklärt die Lehrerin Lucy Lomagul Abalem von der Comboni School in Marsabit.

Zu schwach zum Lernen

„Die wenigen verbliebenen Kinder klagten über Hunger und Durst – sie waren zu schwach zum lernen“. Die meisten Schüler der Comboni School sind Waisen oder kommen aus armen Familien. Viele können sich kein sauberes Trinkwasser leisten – der Preis für Wasser ist in den letzten Monaten stark angestiegen. „Nur reiche Leute haben sauberes Wasser“, sagt Lucy Lomagul Abalem, „wenn Du arm bist, musst Du ohne auskommen“.

Für viele Kinder in Marsabit waren die Schulen deshalb nicht nur ein Ort zum lernen. Hier konnten die Kinder auch sauberes Wasser trinken und eine warme Mahlzeit essen. Als die Krise auch die Schulen erreichte, blieben die Klassenräume leer.

 

Schülerinnen in Marsabit
Schülerinnen in Marsabit
Seit die SOS-Kinderdörfer die Comboni School mit Wasser und Nahrung versorgen, kehren die Schüler zurück in den Unterricht. Lehrerin Lucy Lomagul Abalem: „Die Kinder sind lebendig und wieder motoviert zu lernen. Für viele ist die kostenlose Mahlzeit das einzige Essen am Tag.“

 

Gegenwärtig unterstützen die SOS-Kinderdörfer fünf Schulen in Marsabit. Auch die an die Schulen angrenzenden Communities werden mit Trinkwasser und Medikamenten versorgt.