Horst Köhler besucht SOS-Schule in Benin

16.05.2012 - Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler bleibt seiner Liebe zu Afrika treu. So reiste er nun auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung unter anderem nach Benin. Dort besuchte Köhler die Hermann-Gmeiner-Sekundarschule des SOS-Kinderdorfs Abomey-Calavi. Der ehemalige Bundespräsident und Weltbank-Chef zeigte sich begeistert vom pädagogischen Konzept der musisch-künstlerischen SOS-Schule. Als Ökonom sei er überzeugt, dass Kunst und kulturelle Traditionspflege ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung von Ländern wie Benin seien.
Ex-Bundespräsident Horst Köhler mit Schülern der SOS-Schule in Benin
"Kunst ist ein Schlüsselfaktor für Entwicklung": Ex-Bundespräsident Horst Köhler mit Schülern der musischen SOS-Schule in Benin.
Die 2002 eröffnete SOS-Sekundarschule Abomey-Calavi wird von SOS-Kindern sowie von künstlerisch begabten Kindern und Jugendlichen aus dem ganzen Land besucht. Die Schule hat eine Aufnahmekapazität von 420 Kindern und verfügt über 14 Klassenräume, mehrere Kunstwerkstätte und Musikräume, eine Bibliothek sowie ein Internat für die Schüler internationaler Austauschprogramme. Neben Kernfächern wie Französisch, Englisch, Mathematik oder Physik werden dort z.B. Malerei, Klavier, Computer-Musik oder Textildesign unterrichtet. Dem Kollegium der Schule gehören derzeit 15 Vollzeit- und 25 Teilzeit-Lehrer an.

 

Benins reiche kulturelle Tradition

 

Schüler der Sekundarschule
"Wir wollen die Tradition unserer Vorfahren fortführen und so den Weg in die Zukunft beschreiten!": Schüler der SOS-Schule in Abomey-Calavi - Foto: A.Gabriel   
Warum die SOS-Kinderdörfer in Benin eine musisch-künstlerische Sekundarschule betreiben? Die Antwort der Schulleiterin: "Kunst spielt in der afrikanischen Tradition eine wichtige Rolle, sowohl in der Familie als auch bei Festen oder Versammlungen", erklärte sie. Die Schule pflege das kulturelle Erbe Benins und Afrikas und biete künstlerisch begabten Kindern und Jugendlichen die Chance, ihre Talente zu entfalten.

 

Vorreiter im Bildungsangebot

Als die musisch-künstlerische SOS-Schule 2002 ihre Pforten öffnete, schloss sie eine Lücke im Bildungsangebot Benins, wie Salimane Issifou, der nationale SOS-Direktor, den Gästen erklärte. Trotz seines reichen Kulturerbes sei damals Benins Kunstschaffen hinter anderen afrikanischen Ländern wie Senegal oder Elfenbeinküste hinterhergehinkt.

Köhler: Brillante Idee

 

SOS-Geschwister in Benin
Ein liebevolles Zuhause: Horst Köhler besuchte auch eine SOS-Familie in Abomey-Calavi und war von der pädagogischen Qualität im SOS-Kinderdorf beeindruckt - Foto: Alexander Gabriel
Köhler nannte den Ansatz, den die SOS-Kinderdörfer in Benin mit der musischen Sekundarschule verfolgen, brillant. Indem die Schule Kunst und Kultur fördere, fördere sie auch die Entwicklung des Landes Benins, sagte der ehemalige Bundespräsident, der sich während seiner Amtszeit dafür eingesetzt hatte, mehr Verantwortung für den afrikanischen Kontinent zu zeigen. Er fragte Schüler nach ihrer Motivation, eine musische Schule zu besuchen. "Wir wollen die Tradition unserer Vorfahren fortführen und so den Weg in die Zukunft beschreiten!", lautete eine Antwort. Viele äußerten den Wunsch einen Beruf zu ergreifen, der ihren künstlerischen Neigungen entspreche.

 

Während seines Besuchs bewunderte Köhler Kunstwerke der Schüler und befragte die Jugendlichen zu deren Intentionen. Zum Abschied führten die Schüler einen traditionellen Tanz auf: Akonhoun aus der Abomey-Region Benins.

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