SOS-Familienhilfe in Uruguay ist Modellprojekt für Entwicklungshilfe

31.03.2009 - Die SOS-Kinderdörfer in Uruguay setzen mit ihrer Arbeit Maßstäbe: UN-Habitat, das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, würdigt die SOS-Familienhilfe in Salto als Modellprojekt für erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit.

Kinder in der SOS-Kindertagesstätte in Salto
Kinder betreuen, berufstätige Mütter entlasten: Mädchen und Jungen in der SOS-Kindertagesstätte in Salto
Die SOS-Familienhilfe unterstützt notleidende Kinder und deren Eltern, die in der Nachbarschaft der SOS-Kinderdörfer leben. Ziel ist es, Eltern zur Selbsthilfe zu befähigen und Kindern eine Perspektive zu geben. Die SOS-Familienhilfe in Salto begleitet derzeit Familien mit insgesamt 612 Mädchen und Jungen.

Ausbildung und Kinderbetreuung

Um das Familieneinkommen nachhaltig zu verbessern, bietet SOS Ausbildungs- und Fortbildungskurse an, die sich vor allem an Frauen richten. Hinzukommen Informationsveranstaltungen zu Gesundheit und Ernährung.

Im Kindergarten und der Kindertagesstätte des SOS-Sozialzentrums werden bis zu 380 Kinder im Alter von 18 Monaten bis 12 Jahren ganztags betreut. Vor allem alleinerziehende Mütter werden so entlastet, während sie einer Arbeit nachgehen.

Die SOS-Familienhilfe in Salto setzt auf die Eigeninitiative der Eltern und die enge Zusammenarbeit mit Gemeindekomitees und Gemeindeverwaltung vor Ort.

Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und Vernetzung

Das Technical Advisory Committee von UN-Habitat hat seit Oktober 2008 insgesamt 436 Projekte, Programme und Initiativen begutachtet. Die SOS-Familienhilfe in Salto wurde als "Good Practice"-Beispiel eingestuft. Es gilt somit als Modellprojekt für erfolgreiche Entwicklung, bei dem die Aspekte Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und Vernetzung vorbildlich verwirklicht sind.