Flucht aus Irak: SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe

Psychologische Hilfe und Schulunterricht für Flüchtlingskinder

05.06.2003 - Die SOS-Kinderdörfer starten ein Programm für mehr als 1.000 Palästinenser, die aus dem Irak ins benachbarte Jordanien geflüchtet sind. In Zusammenarbeit mit mehreren NGOs, wie z.B. UNHCR, werden die SOS-Kinderdörfer im Flüchtlingslager in Ruwayshid Schulunterricht und psychologische Unterstützung anbieten.

Das SOS-Nothilfeprogramm für Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet Irak wird in der jordanischen Stadt Ruwayshid durchgeführt. Circa 1.000 aus dem Irak geflohene Palästinenser haben im dortigen Flüchtlingslager Schutz gesucht - davon rund die Hälfte Kinder unter sechs Jahren.

Die Palästinenser im Flüchtlingslager Ruwayshid hatten seit 1948 bzw. 1967 im Irak gelebt. Nach dem Sturz Saddam Husseins wurden sie erneut zu Flüchtlingen.

Das SOS-Nothilfeprogramm wird hauptsächlich psychologische Hilfe, Schulunterricht und Freizeitaktivitäten für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sowie deren Mütter anbieten. Ziel ist es sicherzustellen, dass sie mit der schwierigen Lebenssituation im Flüchtlingslager zurechtkommen. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren werden an Kursen teilnehmen, damit sie schließlich kleinere alltägliche Aufgaben im Flüchtlingslager übernehmen können.