Flutkatastrophe in Malawi

100.000 Menschen obdachlos – SOS-Projekte in Ngabu betroffen

19.01.2015 - Schwere Überschwemmungen haben Tod und Zerstörung über das südostafrikanische Malawi gebracht. Mindestens 170 Menschen starben nach Angaben der Behörden in den Fluten. 100.000 wurden obdachlos und sind auf der Flucht vor den Wassermassen. Schwer getroffen wurden auch Familien, die durch Selbsthilfe-Projekte der SOS-Kinderdörfer in Ngabu unterstützt werden.

Nach heftigen Regenfällen wurden weite Teile im südlichen Malawi überflutet. Häuser wurden weggeschwemmt, Ernten und Viehbestände sind vernichtet. In den überschwemmten Gebieten droht zudem ein Cholera-Ausbruch. Malawis Präsident Peter Mutharika rief für 15 der 28 Distrikte des Landes den Notstand aus und richtete einen Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft.

Wichtiger denn je: Ein neues Kinderdorf im Süden Malawis


Beistand für Familien in Not: Die SOS-Familienhilfe ist in Malawi an vier Standorten aktiv.

Schwer getroffen wurde auch die Region Chikwawa im Süden des Landes, wo in der Stadt Ngabu ein SOS-Kinderdorf mit einem Kindergarten und einer SOS-Schule entsteht. Die SOS-Familienhilfe ist in Ngabu bereits seit 2012 aktiv und unterstützt dort knapp 300 Familien mit über 1000 Menschen. Unzählige stehen nun vor dem Nichts. Auch auf der Baustelle des neuen Kinderdorfs entstanden Schäden. Das SOS-Team ermittelt derzeit das ganze Ausmaß der Katastrophe vor Ort. Doch eins steht fest: Nach der Flut sind die SOS-Familienhilfe und das geplante Kinderdorf in Ngabu notwendiger denn je. Die Region von Chikwawa ist besonders arm  - etwa 15 Prozent der Kinder sind Waisen.

In Malawi, einem der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, gibt es bereits drei SOS-Kinderdörfer. An allen drei Standorten blieben die SOS-Projekte von der Flut verschont.

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