Gambia: SOS-Kinderdörfer setzen Maßstäbe in der Sozialarbeit

Ausbildungsprogamm für Sozialarbeiter / Partnerschaft mit Universität

26.11.2008 - Die SOS-Kinderdörfer setzen Maßstäbe in Gambia: Das SOS-Berufsbildungszentrum in Bakoteh bietet ein neu entwickeltes Ausbildungsprogramm für Sozialarbeiter an - in Partnerschaft mit der Universität Gambia. Ziel ist es, den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Sozialarbeitern in dem westafrikanischen Land sicher zu stellen.
SOS-Familienhilfe in Bakoteh
Sie haben eine Perspektive - dank der SOS-Familienhilfe in Gambia.

 

Anfang 2004 waren das Sozialministerium des westafrikanischen Landes, Unicef und die SOS-Kinderdörfer in Gambia übereingekommen, landesweite Standards für die Sozialarbeiter-Ausbildung zu entwickeln. Eine zwölfköpfige Expertenrunde erarbeitete daraufhin einen Lehrplan, der dem neuen Ausbildungsprogramm zugrunde liegt.

Daraus entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen den SOS-Kinderdörfern und der Universität Gambia, die der Fortentwicklung des Programms dienen soll. Eine entsprechende Erklärung wurde jetzt feierlich unterzeichnet.

SOS-Familienhilfe in Gambia

Die Mitwirkung an dem Ausbildungsprogramm belegt den hohen Standard der Sozialarbeit, welche die SOS-Kinderdörfer mit ihrer Familienhilfe leisten: Ziel ist es bedürftige Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen. In Bakoteh und Umgebung begleiten SOS-Sozialarbeiter derzeit 129 Familien mit insgesamt 337 Kindern in eine bessere Zukunft.

  • Grundsicherung: Not leidende Familien erhalten z.B. Nahrungsmittelhilfe, medizinische Versorgung, Moskito-Netze und Kleidung.
  • Ausbildung: SOS gibt Kindern aus armen Familien eine Perspektive - durch Unterstützung bei den Kosten für Schulgeld, Unterrichtsmaterialien und Schuluniform.
  • Berufsberatung und Hilfe beim Aufbau einer Existenz: Eltern werden so befähigt, für ihre Kinder selbst zu sorgen und ihnen aus eigener Kraft eine Perspektive zu geben.
  • Psychologische Beratung: Familien, die z.B. durch den Tod eines Elternteils in Not geraten sind, werden auch psychologisch betreut.
  • Netzwerk und Eigeninitiative: Die SOS-Familienhilfe arbeitet eng mit Jugendamt, Frauengruppen, gemeinnützigen Vereinen und ehrenamtlichen Helfern zusammen. SOS-Sozialarbeiter schulen und beraten Haushaltsvorstände und Gemeindmitglieder bei der Bildung von Kinderhilfskomitees und Selbsthilfegruppen in der Gemeinde.