Angola: Erster Gelbfieberausbruch nach 28 Jahren

Keine Kinder oder Mitarbeiter in SOS-Kinderdörfern betroffen

03.06.2016 - Gelbfieberausbruch nach 28 Jahren: In Angola starben laut Angaben der Weltgesundheitsbehörde WHO seit Dezember 2015 mindestens 301 Menschen an den Folgen der Infektion, rund 2.500 Krankheitsfälle wurden zudem gemeldet. Besonders ist die Hauptstadt Luanda betroffen, aber auch in 13 weiteren der insgesamt 18 Provinzen gibt es bestätigte Gelbfieber-Fälle.

Kinder erhalten Gelbfieber-Impfungen im SOS-Kinderdorf Huambo, Angola. Foto: SOS-Archiv

Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind in Benguela, Huambo und Lubango mit SOS-Kinderdörfern vertreten und haben zudem Kindergärten, Schulen, medizinische Zentren und weitere SOS-Programme in Angola, von denen insgesamt rund 3.000 Kinder und Familien profitieren.

Impungen und medizinische Aufklärung

Mit Impfaktionen und Vorsichtsmaßnahmen ist es gelungen, dass sich bisher keine Kinder oder Mitarbeiter in den SOS-Kinderdörfern mit Gelbfieber ansteckten: "In Zusammenarbeit mit Angolas Regierung ist es möglich gewesen, ausreichend Impfstoff zu erhalten, um in unseren beiden medizinischen Zentren in Benguela und Lubango die Begünstigten unserer SOS-Programme, sowie alle Kinder in den Dörfern und unsere Mitarbeiter zu impfen,“ gab Afonso Castro, der Nationale Leiter der SOS-Kinderdörfer in Angola bekannt.

Neben den Impfungen als Gelbfieber-Prävention sind ein umfangreicher Moskito-Schutz sowie die medizinische Aufklärung wichtige Maßnahmen, die SOS gegen die Gelbfieber-Übertragung ergriffen hat.

Lage weiterhin alarmierend

Obwohl die Gelbfieber-Erkrankungen im letzten Monat rückläufig waren, ist die Lage immer noch alarmierend. Denn neben Angola haben auch Uganda und die Demokratische Republik Kongo hunderte Gelbfieber-Erkrankungen sowie Dutzende Tote gemeldet.