Guinea und Liberia: Kommt Ebola wieder?

SOS-Kinderdörfer bereiten sich auf neue Epidemie vor

01.04.2016 - Die SOS-Kinderdörfer haben vor einem erneuten Aufflammen von Ebola gewarnt. "Erneut sind fünf Menschen an Ebola in Guinea gestorben", sagte der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Guinea, Ibrahim Toure. "Wir sind sehr besorgt, dass die Seuche sich wieder über das ganze Land ausbreiten könnte."

Dieser Junge verlor beide Eltern in der letzten Ebola-Epidemie. In Guinea steigt nun die Angst, Ebola könne erneut ausbrechen. Foto: Daniel van Moll

"In der Region Nzérékore im Süden des Landes, wo auch eines unserer Kinderdörfer steht, wurden rund 1000 Menschen unter Beobachtung gestellt", teilte Toure mit. Liberia habe die Grenzen zum Nachbarland Guinea bereits am Mittwoch geschlossen.

"Die SOS-Kinderdörfer bereiten sich darauf vor, ein neues Aufflammen zu bekämpfen", sagte Toure. Auch in Liberia gibt es einen neuen Todesfall. Dort starb eine 30 Jahre alte Frau in Liberias Hauptstadt Monrovia an der Viruserkrankung. In allen Kinderdörfern und Einrichtungen wurden bereits wieder strikte Hygienemaßnahmen eingeführt. Die Hilfsorganisation hatte während der Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia tausende Menschen, vor allem Kinder, medizinisch und sozial betreut.