Nothilfe: Hilfskonvoi der SOS-Kinderdörfer erreicht Haiti

19.01.2010 - Die SOS-Nothilfe in Haiti läuft an: Ein SOS-Hilfsteam und ein Transport mit Hilfsgütern haben das SOS-Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince erreicht. Das Nothilfe-Team verstärkt unsere haitianischen Mitarbeiter, um Kindern und Familien in den umliegenden Gemeinden beizustehen.

Am 17.1., dem Tag fünf nach dem verheerenden Erdbeben, gelang es einem 14-köpfigen Team von Mitarbeitern und Freiwilligen aus Costa Rica und der Dominikanischen Republik, endlich zum SOS-Kinderdorf in Santo zu gelangen, das bislang nicht über den Landweg zu erreichen war. Das Nothilfe-Team wird von Johann Denk aus unserem Regionalbüro in Costa Rica geleitet. Die freiwilligen Helfer aus der Dominikanischen Republik sind Psychologen und Sozialarbeiter, die traumatisierte Kinder und Familien betreuen sollen.

SOS-Mitarbeiter entladen HilfsgüterAnkunft des Hilfskonvois im SOS-Kinderdorf Santo: SOS-Mitarbeiter entladen Hilfsgüter. Das Kinderdorf dient als Basis für die SOS-Nothilfe.Zehn Tonnen Hilfsgüter: Lebensmittel, Medikamente, Zelte

Der Hilfsgüter-Konvoi traf im SOS-Kinderdorf Santo am 18.1. ein. Die erste Hilfslieferung umfasst insgesamt zehn Tonnen Lebensmittel, Wasser, Medikamente, Zelte und Treibstoff. Der Konvoi war in Jimani an der Grenze zur Dominikanischen Republik gestartet und wurde von der haitischen Armee begleitet. Die bewaffnete Begleitung war erforderlich, da andere Hilfsorganisationen, die von Jimani aus operieren, von Überfällen auf Hilfstransporte berichtet hatten.

Zerstörung und Hunger in den umliegenden Gemeinden

Die SOS-Nothilfe wird Kinder und Familie in der Nachbarschaft des Kinderdorfs Santo und der SOS-Gemeindezentren mit Hilfsgütern versorgen und betreuen. Die umliegenden Gemeinden wurden massiv von dem Erdbeben betroffen und die Menschen dort brauchen dringend Hilfe. Ein Großteil der Häuser sind zerstört und vor allem Lebensmittel werden dringend benötigt. Das Schicksal hunderter Familien, die durch unsere SOS-Familienhilfe unterstützt werden, ist nach wie vor unbekannt. Von vier Eltern wissen wir, dass sie tot sind, zehn Mütter in den SOS-Gemeindezentren wurden verletzt und viele andere sind vermisst.

Im SOS-Kinderdorf Santo richtete das Erdbeben keine schweren Schäden an, den SOS-Kindern und Kinderdorf-Müttern geht es den Umständen entsprechend gut. Das Dorf kann daher als Basis für die SOS-Nothilfe dienen.

Zusätzliche Helfer und mobile Klinik

Ein weiteres Team von 15 Fachkräften aus dem psychosozialen Bereich wird in den nächsten Tagen aus Costa Rica erwartet. Auf dem Fußballplatz des SOS-Kinderdorfes soll eine mobile Klinik eingerichtet werden.

Aufgrund des in Haiti herrschenden Chaos wird die SOS-Nothilfe von vier Teams der SOS-Kinderdörfer in der benachbarten Dominikanischen Republik koordiniert und organisiert, z.B. indem sie Hilfsgüter zusammenstellen und Sachspenden sammeln.

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