Hurrikan auf Haiti:

1,4 Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe

19.10.2016 - Nach dem verheerenden Hurrikan sind mindestens 1,4 Millionen Menschen in Haiti dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor allem sauberes Trinkwasser werde benötigt, um die Ausbreitung von Cholera zu verhindern, teilte Charles Myrtil, Nothilfe-Koordinator der SOS-Kinderdörfer in Haiti mit. Mindestens sieben Menschen seien bereits an Cholera gestorben und über 100 Verdachtsfälle wurden gemeldet.

SOS verteilt vor allem frisches Trinkwasser an Kinder und Familien. Auch dringend benötigte Medikamente und Hygieneartikel werden verteilt. Foto: SOS-Haiti

Die SOS-Kinderdörfer versorgen in der Gegend von Les Cayes Familien mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Auch dringend benötigte Medikamente und Hygieneartikel werden verteilt. Außerdem werden obdachlose Familien in SOS-Kinderdörfern untergebracht. Im Katastrophengebiet werden für Kinder  Nothilfe-Kindertagesstätten errichtet.

SOS-Schule wieder eröffnet

Mittlerweile konnte die Schule der SOS-Kinderdörfer in Les Cayes im Südwesten des Landes wieder eröffnet werden. Der Hurrikan hatte die Schule schwer beschädigt. "Die insgesamt 390 Schüler müssen in zwei Schichten unterrichtet werden, weil noch nicht alle Räume wieder nutzbar sind. Aber am wichtigsten ist, dass die Kinder wieder zur Schule gehen können“, sagte Charles Myrtil (Nothilfe-Koordinator der SOS-Kinderdörfer in Haiti).

Die meisten öffentlichen Schulen des Landes sind nach den Schäden durch den Wirbelsturm, der etwa 550 Menschen das Leben gekostet hatte, noch immer geschlossen. "Es ist wichtig, den Kindern nach der Katastrophe die Normalität des Unterrichts wiederzugeben", sagte Myrtil. "Die Kinder erhalten zudem psychologische Unterstützung."