Auszeichnung für Lebensretter

Mutige SOS-Mitarbeiter erhalten Helmut-Kutin-Preis

18.06.2015 - Jeden Tag kümmern sich tausende SOS-Mitarbeiter um Kinder und Familien in der ganzen Welt. Der Helmut-Kutin-Preis ehrt in diesem Jahr drei SOS-Mitarbeiter für ihre besondere Leistung. So brachte Jugendleiter Isaac James Adowk 33 SOS-Kinder sicher durch umkämpftes Kriegsgebiet.

Dramatische Flucht vor dem Bürgerkrieg: 33 Kinder gerettet


Jugendleiter Isaac James Adowk mit Kindern des SOS-Dorfs in Malakal (Südsudan). Er rettete 33 Kinder vor den Grausamkeiten des Bürgerkriegs.

Im Dezember 2013 brach der blutige Bürgerkrieg im Südsudan aus. Tausende starben während der Kämpfe. Auch das SOS-Kinderdorf in Malakal war kein sicherer Ort mehr. Als nach wiederholten Rebellenangriffen der Jugendleiter Isaac James Adowk mit 33 Kindern von den anderen Kindern getrennt wurde, beschloss er, diese Kinder in Sicherheit zu bringen und zum Ufer des Nils zu fliehen. Die kleinen Kinder wurden in Boote gesetzt, die älteren mussten durch das krokodilreiche Gewässer und inmitten von Granateneinschlägen schwimmen. Im Nachhinein ist es ein Wunder, dass die Gruppe das andere Ufer erreichte. Einen ganzen Monat führte der Jugendleiter die Kinder durch umkämpftes Gebiet. Nach über 200 Kilometern Fußmarsch kamen sie in der Hauptstadt Juba an und waren in Sicherheit. Für sein mutiges Handeln und seinen unerschöpflichen Einsatz wird Isaac Adowk mit dem Helmut-Kutin-Preis ausgezeichnet.

 

Gerettet vor dem Taifun


SOS-Mutter Maria Merlina Sabela mit ihrer SOS-Familie in Tacloban (Philippinen)

Der Taifun "Haiyan", der auf den Philippinen "Yolanda" heißt, brach am 8. November 2013 über die Menschen des Inselstaats herein. Der Taifun gilt als der stärkste Wirbelsturm aller Zeiten. Auch im SOS-Kinderdorf Tacloban richtete der Taifun große Schäden an. Durch den Taifun wurde das komplette Dorf überflutet. Auch in das Haus von SOS-Mutter Maria Merlina Sabela und ihrer Familie drang plötzlich Wasser von allen Seiten ein. Die Mutter half ihren Kindern sich zuerst auf die hohen Schränke zu retten. Nachdem sich ein Loch in der Decke des Hauses aufgetan hatte, kletterte die Mutter mit den Kindern auf das Dach. Als alles um ihr Haus herum im Chaos versank, beruhigte die Mutter alle Kinder und wiederholte immer wieder, dass alles wieder gut werden würde. Keines ihrer Kinder wurde verletzt. Hierfür erhält Maria Merlina Sabela den Helmut-Kutin-Preis.

Preis für unermüdlichen Einsatz in der Familienhilfe


Familienhelferin Abebech Kibret mit Kindern im SOS-Kinderdorf Addis Ababa (Äthiopien)

Auch SOS-Familienhelferin Abebech Kibret wird mit dem Helmut Kutin-Preis in diesem Jahr ausgezeichnet. Sie arbeitete zuerst 16 Jahre lang als Köchin im SOS-Kinderdorf in Äthiopien. Schon damals war sie für viele Kinder und Jugendliche weit mehr als nur für gutes Essen zuständig. Abebech Kibret war für viele eine wichtige Stütze bei Problemen. Jetzt kümmert sie sich als SOS-Familienhelferin Vollzeit um Jugendliche und junge SOS-Erwachsene. Sie half schon vielen, eine schwere Zeit zu durchstehen. Sie half eine Krankheit zu überwinden, betreute minderjährige Mütter mit ihren Babys, half mit bei einem Neuanfang nach einer Scheidung und ermutigte nach einer durchgefallenen Prüfung nicht aufzugeben. Viele SOS-Kinder und Jugendliche verdanken ihr sehr viel.

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