Ostafrika: SOS-Nothilfe für 240.000 Menschen

23.01.2012 - Im Kampf gegen die Hungersnot in Ostafrika leisten die SOS-Kinderdörfer seit Monaten Nothilfe für Kinder und Familien. Im südlichen Somalia verstärkte SOS die Hilfsaktionen in den vergangenen Wochen sogar. Bislang hat die SOS-Nothilfe in Somalia, Äthiopien und Kenia 240.000 Menschen erreicht. Zehntausende Kinder konnten so vor dem Hungertod gerettet werden. Danke, dass Sie helfen!

 

Südsomalia: 350.000 Kinder hungern

Nach Dürren wurden die Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien 2011 von einer der schwersten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht. In Somalia wurde die Ernährungskrise durch den Bürgerkrieg noch zusätzlich verschärft. Die Hilfe der internationalen Gemeinschaft lief spät an und vor allem in Somalia bleibt die Versorgungslage kritisch. Dort waren zuletzt immer noch vier Millionen von der Krise betroffen. Etwa 450.000 Kinder hungern nach wie vor, wobei drei Viertel, also rund 350.000, in Südsomalia leben (UN-Bericht vom Januar 2012). Einer der Brennpunkte der Hungerkrise ist die südsomalische Bay-Region. Dort sind die SOS-Kinderdörfer inzwischen als einzige internationale Hilfsorganisation aktiv, nachdem mehrere NGOs ihre Arbeit in dem von der Al-Shabab-Miliz kontrollierten Gebiet einstellen mussten.

Lebensmittel, Medikamente und Selbsthilfe-Projekte

Die SOS-Kinderdörfer starteten im Sommer 2011 Nothilfe-Programme in Somalia, Äthiopien und Kenia, um schwer unterernährten Kindern und ihren Familien beizustehen. Derzeit laufen folgende Hilfsaktionen:

Kämpfe in Mogadischu

Die Sicherheitslage in Mogadischu ist nach wie vor kritisch. Das SOS-Kinderdorf Mogadischu und die SOS-Klinik, die sich im Norden der Stadt befinden, bleiben weiterhin geschlossen. Die beiden SOS-Einrichtungen mussten im August 2011 evakuiert werden, nachdem in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft heftige Kämpfe zwischen den somalischen Regierungstruppen und den Shabaab-Milizen aufgeflammt waren. Die SOS-Familien wurden in Sicherheit gebracht, SOS-Kinder und ihre Kinderdorf-Mütter wohnen seitdem in einem Außenbezirk in Wellblechunterkünften. Dort richtete SOS auch eine temporäre Schule ein.
Ende September brachen erneut schwere Gefechte in Nord-Mogadischu aus, wieder flohen Tausende, darunter auch viele Familien von SOS-Mitarbeitern. Nach wie vor befindet sich das SOS-Gelände direkt an der Frontlinie. 

  • In Mogadischu versorgen SOS-Mitarbeiter monatlich 3000 Familien, insgesamt rund 18.000 Menschen, mit Lebensmitteln.

  • Im Badbado-Flüchtlingscamp in Mogadischu leisten die SOS-Kinderdörfer medizinische Hilfe. Bislang wurden über 30.000 Menschen, die meisten Kinder und Frauen, versorgt. SOS-Mitarbeiter bieten Kindern zudem psychosoziale Betreuung: SOS hat in dem Flüchtlingslager zwei geschützte Bereiche eingerichtet, wo sich täglich 20 Mitarbeiter um insgesamt 600 Kinder kümmern.

  • Etwa zwei Kilometer vom SOS-Kinderdorf Mogadischu entfernt wurde Ende November ein medizinisches SOS-Zentrum eingerichtet. Ärzte und Pflegekräfte behandeln dort täglich 400 bis 600 Kinder.

  • In der Bay-Region haben die SOS-Kinderdörfer erst in Buulofur und nun auch in Baidoa Nothilfe-Zentren eröffnet. SOS-Mitarbeiter leisten dort humanitäre Hilfe für hungernde Familien. In Südsomalia hat die SOS-Hilfe bislang 28.356 Menschen erreicht.

  • In Gode, Äthiopien, sowie in Marsabit, Kenia, geht die Soforthilfe der SOS-Kinderdörfer allmählich in nachhaltige Selbsthilfe-Projekte über.

Was Ihre Spende konkret bewirkt

    • Für 57 Euro können die SOS-Kinderdörfer ein schwer unterernährtes Kind mit lebensrettender Spezialnahrung versorgen.

    • 49 Euro benötigen die SOS-Kinderdörfer, um eine sechsköpfige Familie mit Lebensmitteln für einen Monat zu versorgen.

Spenden für Nothilfe in Afrika

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