Irak: SOS-Kinderdörfer entsetzt über UN-Bericht

Massive Kinderrechtsverletzungen auch in Syrien

05.02.2015 - Die SOS-Kinderdörfer haben entsetzt auf den neuesten UN-Kinderbericht im Irak reagiert und fordern den Schutz aller Kinder in Kriegsgebieten.

Alle Staaten dieser Welt müssen sich endlich dafür einsetzen, dass Kinder effektiv geschützt werden.
Laut Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen werden Kinder vom IS im Irak misshandelt und getötet. Mädchen würden vergewaltigt und versklavt. Jungen würden als Kindersoldaten und Selbstmordattentäter missbraucht. Kinder würden gefoltert, gekreuzigt und lebendig begraben.

Das decke sich mit den Beobachtungen, die die SOS-Kinderdörfer seit langer Zeit in Syrien machten, erklärt Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. Auch in Syrien würden Kinder als Kindersoldaten und Schutzschilde missbraucht, sie würden misshandelt und vergewaltigt. „Denken Sie an Ihre eigenen Kinder!“, appellierte Yassin an alle Kriegsparteien in Syrien und Irak. „Kinder sind weder Kanonenfutter noch Ware, sondern auf unseren Schutz angewiesen.“
 
Die SOS-Kinderdörfer weltweit erhoben erneut ihre Forderung auf neutrale Kinderschutzzonen in Krisengebieten. „Alle Staaten dieser Welt, vor allem die Nachbarstaaten der Krisengebiete, müssen sich endlich dafür einsetzen, dass Kinder effektiv geschützt werden“, forderte Yassin.