ITB-Messe: Großer Auftritt für Yvonne aus dem Kinderdorf Nairobi

12.03.2009 - Auf der ITB-Tourismusmesse in Berlin zeigt die junge Köchin Yvonne Mwende (24), was sie im SOS-Berufsausbildungszentrum Nairobi, Kenia, gelernt hat. Als Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit die Messe eröffnete, hatte Yvonne ihren großen Auftritt.

Köchin Yvonne Mwende
Zeigt, was sie als Köchin kann: Yvonne Mwende
Gemeinsam mit einem anderen Koch hielt das ehemalige SOS-Kind das Band, das Wowereit zur feierlichen Eröffnung der weltweit führenden Tourismus-Fachmesse durchschnitt. Anschließend schenkte ihr der Bürgermeister einen handsignierten Bären, das Wappentier  Berlins. "Ein absolut aufregendes Erlebnis", freut sich Yvonne.

Die 24-jährige Yvonne Mwende ist im SOS-Kinderdorf Nairobi aufgewachsen. Vor zwei Jahren hat sie ihre Kochausbildung im SOS-Berufsausbildungszentrum in Nairobi abgeschlossen. Nun bekam sie die Chance, zur ITB nach Berlin zu reisen, wo das SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin mit einem eigenen Stand vertreten ist. Gemeinsam mit den Auszubildenden des Zentrums stellt dort die junge Köchin aus Kenia ihr Können unter Beweis.
Yvonne bereitet am SOS-Kinderdorf-Stand exotische Gerichte und Cocktails zu.
Die 24-Jährige, die stolz auf ihre Kindheit im SOS-Kinderdorf ist, gibt dort auch über ihren Lebensweg und beruflichen Werdegang Auskunft.

Yvonne hat ehrgeizige Pläne

Eröffnung der ITB: Yvonne mit Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit
Eröffnung der ITB: Yvonne mit Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit
Nach ihrer Mittleren Reife besuchte Yvonne die Gastronomieklasse des SOS-Berufsbildungszentrums Nairobi. Der Leiter des SOS-Kinderdorfes hatte sich für Yvonne um diesen Ausbildungsplatz bemüht, nachdem er Yvonnes Kochleidenschaft entdeckt hatte. "Schon als kleines Mädchen wollte ich Köchin werden. Ich habe immer schon gerne gekocht", erzählt die junge Frau.

Nach Abschluss ihrer Lehre hatte Yvonne Glück. Wenige Monate später fand sie eine Anstellung im Restaurant des "Lenana Mount Hotel" in ihrer Heimatstadt - keine Selbstverständlichkeit angesichts des knappen Stellenangebots auf dem kenianischen Arbeitsmarkt.
Die 24-Jährige hat ehrgeizige Pläne. Ihr großer Traum ist ein eigenes kleines Restaurant.
 "Ich will mich selbstständig machen und mein eigenes Restaurant eröffnen, wahrscheinlich ein Italienisches, weil mich die italienische Küche interessiert. Das wäre auch gut wegen des Wettbewerbs."