Kämpfe im Südsudan

Lage der SOS-Familien im Kinderdorf Malakal ist kritisch

15.12.2006 - In der Umgebung des SOS-Kinderdorfs Malakal im Südsudan toben schwere Kämpfe zwischen Armee, Milizen und Rebellen. SOS-Mitarbeiter leisten im Einzugsgebiet der Stadt Nothilfe.

 

Ein sudanesisches SOS-Kind mit seiner Kinderdorf-Mutter - Foto: SOS
Ein sudanesisches SOS-Kind mit seiner Kinderdorf-Mutter - Foto: SOS

Wie Ali Mahdi, SOS-Direktor im Sudan, berichtet, ist das SOS-Kinderdorf nicht direktes Angriffsziel. Aber das Kinderdorf befindet sich in der Nähe des umkämpften Flughafens. Es sei zu befürchten, dass sich Kämpfer ins SOS-Kinderdorf flüchten.

Obwohl die Sicherheitslage der SOS-Familien in Malakal kritisch ist, ist eine Evakuierung des SOS-Kinderdorfes nicht machbar. Auf dem Weg nach Khartum wäre die Sicherheit der Kinder und SOS-Mitarbeiter nicht gewährleistet. Derzeit hat das SOS-Kinderdorf noch genügend Lebensmittelvorräte, aber "die Verschlechterung der Lage in Malakal trifft alle Lebensbereiche - Märkte, Geschäfte, Schulen. Lieferungen nach Malakal sind sehr schwierig zu bewerkstelligen", sagt Ali Mahdi. "Wir haben Lebensmittel in das SOS-Kinderdorf gebracht, aber wir wissen nicht, wie sich die Situation entwickeln wird."

SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe

SOS-Mitarbeiter werden der lokalen Gemeinde mit dem Nötigsten helfen und vor allem auch Medikamente gegen Cholera ausgeben. Das Kinderkrankenhaus in Malakal wird eine Hilfslieferung erhalten. Im Einzugsgebiet der Stadt gibt es bereits ein SOS-Nothilfeprogramm, das jetzt aufgrund der neuen Kämpfe erweitert werden soll.

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