Keine Entwarnung für Pakistan: SOS hilft Flutopfern im Süden

01.10.2010 - In Pakistan haben die Wassermassen mittlerweile auch weite Landstriche der südlichsten Provinz Sindh überflutet. Wieder mussten tausende Menschen ihre Dörfer verlassen. Die SOS-Kinderdörfer in Pakistan haben in den vergangenen Wochen Kinder und Familien mit rund 20.000 Hilfspaketen (Nahrungsmittel und Hygieneartikel) sowie mit Medikamenten und Zelten versorgt.

Hilfe für Flutopfer in Pakistan: Eine Familie, die von den SOS-Kinderdörfern mit einem Zelt versorgt wurde
Geschätzte 20 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen: Diese Familie lebt in eiem Camp das die SOS-Kinderdörfer mit Zelten versorgt haben - Foto: Benno Neeleman
Ein "langsamer Tsunami"

Die Überschwemmungskatastrophe - laut UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ein "langsamer Tsunami" - wird ihr volles Ausmaß erst erreicht haben, wenn die Fluten in diesen Tagen das Meer erreichen. Seit August laufen die Hilfsaktionen der SOS-Kinderdörfer in Pakistan, von Khyber Pakhtunkhwa über Punjab bis Baluchistan.

Derzeit dehnt SOS sein Hilfsprogramm auch auf Sindh aus. Pakistanische SOS-Mitarbeiter organisieren Hilfslieferungen mit Medikamenten und Lebensmitteln für Überschwemmungsopfer in der südlichen Provinz, denn "es geht nach wie vor darum, Leben zu retten", betont Souriya Anwar, Präsidentin der SOS-Kinderdörfer  in Pakistan.

Auch in Sindh helfen die SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit Partnerorganisationen

Hilfslieferung mit Medikamenten
SOS-Mitarbeiter stellen eine Hilfslieferung mit Medikamenten zusammen: Die Seuchengefahr in den Flutgebieten bedroht vor allem die Kinder - Foto: Benno Neeleman
Wie in den anderen Regionen des riesigen Katastrophengebiets arbeiten die SOS-Kinderdörfer auch in Sindh mit Partnerorganisationen zusammen, die die Verteilung der Hilfsgüter übernehmen. Im Süden sind dies Aitemaad Pakistan, Strengthening Participatory Organization (SPO) und Art of Living.

Inzwischen konnten bereits rund 20.000 Lebensmittelpakete an tausende Familien in Punjab, Khyber Pakhtunkhwa, Balochistan, Gilgit Baltistan, Swat und Sindh verteilt werden. Das entspricht mehr als drei Millionen Mahlzeiten.

Ebenfalls in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen und mit der pakistanischen Armee konnte SOS Medikamente zur Versorgung von rund 60.000 Menschen bereitstellen. Zusätzlich lieferten die SOS-Kinderdörfer in Pakistan bisher 1.500 Zelte für obdachlose Familien.  

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