SOS-Kinder ziehen im neuen Kinderdorf in Peking ein

Feierliche Eröffnung des zehnten SOS-Kinderdorfs in China

07.07.2009 - Das Lachen der ersten SOS-Kinder erfüllt das neue Kinderdorf in Peking mit Leben: Das Dorf in Chinas Hauptstadt ist feierlich eröffnet worden. Wir danken unseren Freunden, die den Bau des Kinderdorfs mit ihren Spenden ermöglicht haben, ganz herzlich für ihre Unterstützung!

Ein chinesisches SOS-Kind
Einfach Kind sein: Rund 1.400 Mädchen und Jungen wachsen in den mittlerweile zehn chinesischen SOS-Kinderdörfern auf - Foto: Benno Neeleman
Pekings Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren rasant angewachsen. Die Zuwanderer ziehen in die boomende Metropole, um dort nach Arbeit zu suchen und der Armut auf dem Land zu entfliehen. Doch nicht jeder findet in der Stadt sein Glück, Familien zerbrechen und Kinder bleiben alleine zurück. So ist der Bedarf an Betreuungseinrichtungen für elternlose und verlassene Mädchen und Jungen in Peking stark gestiegen.

Ein liebevolles Zuhause für 120 Kinder

In Daxing, Huang Cu Stadt, einer Satellitenstadt Pekings, ist das zehnte SOS-Kinderdorf in China entstanden. Die ersten zwanzig Kinder sind eingezogen, bis Ende des Jahres sollen es bereits 100 sein. Insgesamt werden in den fünfzehn freundlich-hellen Familienhäusern des Dorfs 120 Mädchen und Jungen ein liebevolles Zuhause finden, wo sie in der Obhut ihrer SOS-Kinderdorf-Mütter aufwachsen. "Das Wichtigste ist, dass die Kinder im Herzen und in den Gedanken der Mütter gut aufgehoben sind", betonte SOS-Präsident Helmut Kutin in seiner Ansprache auf der Eröffnungsfeier, zu der zahlreiche Ehrengäste aus dem In- und Ausland gekommen waren.

In chinesischen Heimen werden die Kinder häufig unzureichend und von zu wenigen Fachkräften betreut. Die mittlerweile zehn SOS-Kinderdörfer gelten deshalb in China als Modellprojekte für eine alternative, familiennahe Betreuungsform.