Bürgerkrieg im Osten Kongos: SOS-Kinder in Sicherheit

29.10.2008 - Nachdem es lange Zeit ruhig war in der Demokratischen Republik Kongo, spitzt sich die Lage jetzt dramatisch zu. Rebellen haben die Stadt Goma eingenommen. Kinder und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer sind in Sicherheit.

Lange Zeit war die Situation in der Demokratischen Republik Kongo ruhig. Anfang des Jahres unterzeichneten die Rebellenorganisation CNDP und die Regierungstruppen auf einer Friedenskonferenz in Goma ein Waffenstillstandsabkommen. Im August dieses Jahres kam es erstmals wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien. Jetzt spitzt sich die Lage wieder dramatisch zu.

Kritische Versorgungslage in Südkivu

SOS-Kinderdorf Bukavu
SOS-Kinderdorf Bukavu
Die Provinz Südkivu wird von Nordkivu aus mit Nahrungsmitteln versorgt. Seit der Wiederaufnahme der Gefechte am 23. August 2008 kommen diese Produkte nicht mehr in der Region an. Dies hat Engpässe auf dem Markt zur Folge und führte bereits zu Preissteigerungen. In der betroffenen Region Südkivu befinden sich auch die beiden SOS-Kinderdörfer Bukavu und Uvira.

Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer im Kongo befürchtet die Bevölkerung Bukavus eine Ausweitung der Pestepidemie in der östlichen Provinz des Landes in Richtung Süden.

SOS-Kinder sind in Sicherheit

Laut aktuellen Meldungen ist die Stadt Goma am Mittwoch Nachmittag (29.10.08) in die Hände der Rebellen gefallen. Die Kinder und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer Bukavu und Uvira sind in Sicherheit. Die Versorgung der Kinderdörfer mit Nahrungsmitteln ist sichergestellt.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) wurden seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im August 2008 ca. 200.000 Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben.

Über die weitere Entwicklung der Lage im Kongo werden wir Sie an dieser Stelle aktuell informieren.

Sie können helfen!

Sie können die Arbeit der SOS-Kinderdörfer mit Ihrer Spende oder der Übernahme einer Patenschaft für das SOS-Kinderdorf Uvira/Kongo unterstützen. Danke, dass Sie helfen.