Kritische Lage im SOS-Kinderdorf in Rafah hält an

17.05.2004 - Die Kinder und Erwachsenen im SOS-Kinderdorf in Rafah sind unverletzt. Allerdings wurde aufgrund der prekären Situation in der Region der Notstand ausgerufen.

Da es in der Umgebung des SOS-Kinderdorf in Rafah vielerorts zu gewalttätigen Zusammenstößen kommt, hat die Dorfleitung eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So wurden etwa alle Aktivitäten im und außerhalb des Dorfes abgesagt. Außerdem legten die Bewohner einen zusätzlichen Vorrat an Nahrungsmitteln und Medikamenten an. Die Mütter und Familienhelfer wurden angehalten, das Dorf nicht für längere Zeit zu verlassen. Alle Mütter, die nicht im Dorf waren als der Notstand ausgerufen wurde, sind mittlerweile zurückgekehrt, um bei ihren Kindern zu sein.

Presseberichten zufolge ist die Armee etwa 200 Meter weit in die Ortschaft Rafah eingedrungen. Nach einer Meldung des israelischen Militärradios wurde der Ort mit Sperren vom Rest des Gazastreifens abgetrennt. Ziel der Aktion sei es, gesuchte Extremisten festzunehmen sowie Tunnel aufzuspüren, die zum Waffenschmuggel aus Ägypten benutzt würden.

Update: Einen Tag nach der Meldung erreichte uns dieser Brief aus Rafah