Madagaskar: Hilfe für Opfer politischer Unruhen

25.02.2009 - Obwohl die SOS-Kinderdörfer Madagaskars nicht direkt von den politischen Unruhen im Land betroffen sind, wird SOS die medizinische Versorgung der Opfer sichern.

SOS-Familie aus Madagaskar
Eine SOS-Familie aus Madagaskar
Nach den dramatischen Ereignissen vom 7. Februar 2009, bei denen mehr als 50 Personen getötet und mehrere hundert schwer verletzt wurden, trafen Vertreter der SOS-Kinderdörfer Madagaskar die Direktoren der zwei wichtigsten Krankenhäuser, in denen die Opfer der Gewalt behandelt werden, um die dringendsten Bedürfnisse zu klären.

Die SOS-Kinderdörfer haben sich bereit erklärt, die medizinische Versorgung der Opfer, allen voran der am stärsten betroffenen Kinder und Familien, zu finanzieren. Die Einzelheiten der Hilfsmaßnahmen werden mit den Vertretern der örtlichen Krankenhäuser besprochen.

 

Nachdem die Oppositionsbewegung im Januar 2009 eine Gegenregierung zur amtierenden Regierung von Marc Ravalomanana ausgerufen hatte, kam es sowohl in der Hauptstadt Antananarivo als auch in anderen Städten des Landes zu Demonstrationen, die von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet wurden. Die Demonstrationen wurden von der Armee gewaltsam niedergeschlagen.

 

Die SOS-Kinderdörfer sind seit 23 Jahren in Madagaskar aktiv. Heute gibt dort es drei SOS-Kinderdörfer, vier SOS Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, neun SOS-Sozialzentren, ein SOS-Berufsbildungszentrum, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und sechs SOS-Medizinische-Zentren.