Unruhen in Madagaskar: SOS-Kinderdörfer leisten medizinische Hilfe

05.03.2009 - Nach blutigen Unruhen leisten die SOS-Kinderdörfer in Madagaskar Nothilfe: SOS versorgt Kinder und Familien mit dringend benötigten Medikamenten und Hilfsgütern.

Dringend benötigte Medikamente - Foto: Seger Erken
Dringend benötigt: Medikamente für Kinder und Familien - Foto: Seger Erken
In dem afrikanischen Inselstaat ist der Machtkampf zwischen Regierung und Opposition im Februar eskaliert. In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo und anderen großen Städten tobten blutige Straßenschlachten. Mehr als 100 Menschen kamen bei den tagelangen Unruhen ums Leben, hunderte wurden verletzt.

Überfüllte Krankenhäuser

Aufgrund der vielen Opfer waren die Krankenhäuser überfüllt und völlig überlastet. Behörden riefen zu Blutspenden auf und beorderten Ärzte sowie Medizinstudenten in die Kliniken.
Die SOS-Kinderdörfer haben den beiden wichtigsten Krankenhäusern in Antananarivo Hilfsgüter und Medikamente zur Verfügung gestellt. Damit wurden Opfer der Unruhen, vor allem bedürftige Kinder und Familie, kostenlos behandelt. Zu der Hilfslieferung gehörten auch 50 Magensonden für Kinder.

SOS-Kinderdörfer in Madagaskar

Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die SOS-Kinderdörfer sind dort seit 1986 für Kinder in Not aktiv. Mehr über die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Madagaskar