Minister Müller besucht Kinderdorf in Togo

SOS baut zwei neue Sportplätze für Kinder in Kara und Lomé

08.01.2016 - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat das SOS-Kinderdorf in Kara (Togo) besucht. Der Minister zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der SOS-Kinderdörfer. In Togo entstehen zwei Sportplätze, um Kindern und Jugendlichen mit Sport eine bessere Entwicklung zu ermöglichen.

Entwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch des SOS-Kinderdorfs in Kara (Togo). Foto: Benjamin Pahlich

Beim Besuch des SOS-Kinderdorfs in Kara (Togo) zeigte sich Entwicklungsminister Gerd Müller besonders von der Herzlichkeit der Kinder und der SOS-Mitarbeiter beeindruckt. In seiner Abschlussrede sagte der Minister, dass seine Frau und er von Herzen gerührt und den Tränen nahe seien. Zuvor hatte sich der Minister bei einem Rundgang durch das Kinderdorf über die SOS-Arbeit in Togo informiert. 90 Kinder haben in einer der elf SOS-Familien im Kinderdorf in Kara ein liebevolles neues Zuhause gefunden. Der Minister spielte mit einigen Kindern und suchte viele Gespräche mit den SOS-Mitarbeitern.

Zwei neue Sportplätze für Kinder in Togo

Vor Ort verschaffte sich der Minister auch einen Überblick über die neuen SOS-Sportprojekte. Um Kindern und Jugendlichen aus dem Kinderdorf und den umliegenden Gemeinden mehr Möglichkeiten zu geben, sich mit Sport besser zu entwickeln, bauen die SOS-Kinderdörfer zurzeit zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)  zwei neue Sportplätze in Togo. Sozialpädagogen und Sportlehrer betreuen die Kinder und Jugendlichen bei Trainings und Turnieren und sorgen dafür, dass sich die Lebensbedingungen der Kinder mit Hilfe des Sports verbessern. Auch Sanitäranlagen werden gebaut, um für bessere hygienische Bedingungen für Familien in den Gemeinden zu sorgen.

Bei seiner Abschlussrede auf dem Sportplatz vor vielen SOS-Kindern, SOS-Mitarbeitern und Nachwuchssportlern bedankte sich der Minister für die vielen schönen Eindrücke und überreichte der SOS-Nationaldirektorin Sportmaterialien für die Kinder.

Hintergrund SOS in Togo

In Togo gibt es drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum, vier SOS-Sozialzentren und drei SOS medizinische Zentren.

Aufgrund des hohen Armutsniveaus und der hohen HIV/AIDS-Rate wachsen in Togo viele Kinder ohne die geringste familiäre Unterstützung auf. Angesichts dieser Notlage beschlossen die SOS-Kinderdörfer bereits in den 70er Jahren in Togo tätig zu werden. Seither unterstützt SOS Kinder und Jugendliche in Togo durch eine Reihe verschiedener Programme, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.