SOS-Mitarbeiter in Haiti angeschossen

26.02.2010 - Ein Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Haiti ist Opfer eines Raubüberfalls geworden: Lucner, der Fahrer des nationalen SOS-Büros in Port-au-Prince, wurde angeschossen und schwer verletzt. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr.

Das Verbrechen geschah am 23. Februar, in der Nähe der UN-Basis in Port-au-Prince. Lucner war gerade in einen Lieferwagen der SOS-Kinderdörfer gestiegen, als ein mit einer Pistole bewaffneter Mann gegen das Fenster schlug und das Fahrzeug stehlen wollte. Der SOS-Mitarbeiter gab Gas, worauf der Mann feuerte. Die Kugel traf Lucner in den Rücken. Schwer verletzt schaffte er es noch bis zur UN-Basis, wo das Fahrzeug gegen einen Laternenpfahl prallte.

 

SOS-Mitarbeiter entladen Hilfsgüter
SOS-Mitarbeiter in Haiti entladen Hilfsgüter.
Lucner wurde in eine Klinik in der Nähe des Flughafens gebracht, wo ihn Ärzte des University of Miami Hospital behandeln. Er schwebte zunächst in akuter Lebensgefahr. Mittlerweile hat sich sein Zustand soweit verbessert, dass er das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Seine Beine, so die Diagnose der Ärzte, werden aufgrund der Schussverletzung jedoch gelähmt bleiben.

 

SOS-Mitarbeiter, Kinder und Mütter sind zutiefst geschockt. Lucner ist bei allen aufgrund seiner Freundlichkeit und seine Engagements beliebt. Die SOS-Kinderdörfer in Haiti stehen ihm und seiner Familie bei.

Keine Sicherheitsprobleme bei Hilfsaktionen der SOS-Kinderdörfer

Die bittere Armut in Haiti ist der Nährboden für Kriminalität, Bandenterror und Gewalt. Das Chaos nach dem Erdbeben hat die Lage weiter verschärft. Bei den Hilfsaktionen des SOS-Nothilfe-Teams gab es bislang jedoch keine Sicherheitsprobleme. Bei der Verteilung der Hilfsgüter arbeiten unsere SOS-Mitarbeiter eng mit Gemeindevorstehern und freiwilligen Helfern aus den jeweiligen Vierteln zusammen. Hier erfahren Sie mehr über die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer in Haiti.

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