Mongolei: Zuflucht bei minus 50 Grad

06.02.2012 - Obdachlos bei Temperaturen von bis zu 50 Grad unter Null: Nach einer Gasexplosion in einem neunstöckigen Haus in Darkhan, Mongolei, mussten die Bewohner nachts bei extremer Kälte aus ihren Wohnungen fliehen. Im SOS-Kinderdorf Darkhan haben nun mehrere Familien Zuflucht gefunden.

Zuflucht bei grimmiger Kälte: Obdachlose Familie im SOS-Kinderdorf Darkhan, Mongolei
Eine warme Bleibe bei grimmiger Kälte: Das SOS-Kinderdorf Darkhan hat Familien aufgenommen, die nach einer Explosion obdachlos geworden sind.
Am 21. Januar war in einer Wohnung des Hochhauses ein Gaszylinder explodiert. Als das Gebäude erbebte, flohen die Bewohner nach draußen. Mehrere Wohnungen sind seit dem unbewohnbar. 36 Familien wurden zunächst in Schulhallen und Kindergärten einquartiert. 15 Familien sind inzwischen bei Verwandten unterkommen. Doch 21 Familien blieben obdachlos, während in der Mongolei extreme Kälte herrscht.

Sechs dieser Familien hat nun das SOS-Kinderdorf Darkhan vorübergehend aufgenommen. Sie wurden in zwei Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht. Dort können sie bleiben, bis ihre Wohnungen wieder instandgesetzt sind. "Mein Sohn ist gerade sieben Monate alt – wie soll ich ihn bei dieser grimmigen Kälte warm halten?", sagt Bayarmaa, eine verzweifelte Mutter, die nun im Kinderdorf Zuflucht gefunden hat. "Draußen ist es 40 Grad Minus und kälter und wir wussten einfach nicht wohin", sagt Familienvater Naranbaatar, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern ins Kinderdorf kam. "Wir sind sehr dankbar, dass wir hier eine warme und sichere Bleibe gefunden haben."