Zyklon in Mosambik: SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe

Schwere Verwüstungen: 650.000 Menschen betroffen / SOS-Kinderdorf Inhambane evakuiert

20.02.2017 - Der tropische Wirbelsturm "Dineo" hat in Mosambik sieben Tote gefordert und eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. 650.000 Menschen, so die Behörden, sind betroffen. Auch das SOS-Kinderdorf Inhambane wurde verwüstet und musste evakuiert werden. Alle SOS-Kinder blieben jedoch unverletzt. Unsere SOS-Mitarbeiter bereiten ein Nothilfeprogramm vor, um betroffenen Kindern und Familien im Katastrophengebiet beizustehen.
Schwere Zerstörungen: Das SOS-Kinderdorf Inhambane nach dem Zyklon "Dineo"

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern traf der Sturm am 15./16.2. bei Inhambane auf das Festland: Dächer wurden wegrissen, Bäume knickten um, Straßen wurden unpassierbar. Aufgrund der heftigen Regenfälle, die den Zyklon begleiteten, drohen Überschwemmungen.

Während das Unwetter über das SOS-Kinderdorf Inhambane hinwegfegte, suchten die SOS-Familien im Bürogebäude und einem Familienhaus Zuflucht, die weitgehend unbeschädigt blieben. An den weiteren Gebäuden des Kinderdorfs richtete der Sturm jedoch schwere Schäden an und trug Dächer ab.

60 SOS-Kinder wurden daher ins 360 Kilometer entfernte SOS-Kinderdorf Maputo gebracht, wo die SOS-Familien vorübergehend zusammenrücken. 70 weitere SOS-Kinder blieben in Inhambane und ziehen nun in unbeschädigte Häuser in der Region.

Hilfsgüter, Wiederaufbau, Betreuung elternloser Kinder

Die SOS-Familien von Inhambane brauchen nun ein neues Zuhause. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörungen in der Region werden die SOS-Kinderdörfer zudem Nothilfe für Kinder und Familien im Katastrophengebiet leisten. Bei der Vorbereitung der Hilfsaktionen arbeiten unsere SOS-Mitarbeiter eng mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen vor Ort zusammen.

Das Hilfsangebot der SOS-Kinderdörfer umfasst:

  • Verteilung von Hilfsgütern wie Lebensmittel und Trinkwasser an betroffene Familien
  • Medizinische Versorgung
  • Instandsetzung von Dächern und Wiederaufbau von Häusern
  • Einrichtung einer Nothilfe-Kita für Mädchen und Jungen im Katastrophengebiet
  • Schutz und Betreuung von elternlosen und unbegleiteten Kindern, die im Chaos der Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden