Nepal: SOS-Nothilfe läuft auf Hochtouren

SOS-Jugendliche und Mütter verstärken Nothilfeteam

27.04.2015 - Seit dem verheerenden Erdbeben in Nepal am Wochenende läuft die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer im Land auf Hochtouren. SOS-Jugendliche und Kinderdorf-Mütter verstärken das Hilfsteam.

Überblick: Hier erfahren Sie mehr zur SOS-Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal.

 


Obdachlos: Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes Jorpati haben rund 300 Menschen Zuflucht gefunden.

"Die SOS-Kinderdörfer Jorpati, Kavre und Sanothimi liegen nah am Epizentrum, sind aber selbst vom Beben verschont geblieben. Rund 40 SOS-Mütter, Jugendliche und Mitarbeiter in Kavre und Jorpati tun alles, um der Bevölkerung schnell mit Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung zu helfen", sagt Asiens SOS-Leiterin, Shubha Murthi.

Trinkwassser, Essen und Zelte für Erdbebenopfer

Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes Jorpati haben rund 300 Menschen Zuflucht gefunden. Ein medizinisches Team kümmert sich um die Erstversorgung. SOS-Mütter und Jugendliche kochen und verteilen Essen und Trinkwasser an die zum Teil schwer traumatisierten Menschen und stellen Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Sachgüter wie Zelte und Bettwäsche zur Verfügung. Im SOS-Kinderdorf Jorpati leben rund 200 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Auch in Kavre unterstützt ein Team aus dem nahe gelegenen SOS-Kinderdorf über 100 Menschen in einem Nothilfecamp.

SOS-Helfer in Bhaktapur

Aktuell machen sich die Nothilfe-Teams der Organisation ein Bild von der Lage. So waren SOS-Helfer im Katastrophengebiet in Bhakatapur, das weitgehend durch das Beben zerstört wurde. "Bhakatapur liegt in Trümmern", sagte ein SOS-Helfer. "Erdbebenopfer campieren dort auf der Straße. Als wir durch die Notlager auf dem Durbar Square liefen, wurden wir von einem Nachbeben überrascht, das die Stärke 6,5 hatte. Eine Minute lange erzitterte die Erde, vor uns stürzte eine Tempel-Mauer ein, wir konnten gerade noch zur Seite springen."


Trinkwasser wird im Katastrophengebiet knapp: Hier versorgen SOS-Helfer Erdbebenopfer auf dem Gelände des Kinderdorfs Jorpati

"Bislang haben wir glücklicherweise noch keine Waisen oder unbegleitete Kinder gefunden. Wir werden aber die Teams in den kommenden Stunden aufstocken und richten zusätzlich Nothilfe-Kindertagesstätten ein, in denen wir traumatisierte Kinder betreuen können", so Nepals SOS-Leiter Shankar Shree Pradhananga.

Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz

Ab heute startet eine groß angelegte Hilfsaktion der SOS-Kinderdörfer mit dem Roten Kreuz und der nepalesischen Armee, um weitere Nothilfe-Camps aufzubauen und die Menschen im Krisengebiet zu versorgen.

In Nepal unterstützt die Organisation 1.800 Kinder in SOS-Kinderdörfern und über 15.000 Not leidende Kinder und Erwachsene über weitere Programme.

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