Bürokratie verzögert Nepals Wiederaufbau

SOS-Kinderdörfer kritisieren örtliche Behörden

24.06.2015 - Zwei Monate nach dem Erdbeben in Nepal mit geschätzten 10.000 Todesopfern und verheerenden Zerstörungen kritisieren die SOS-Kinderdörfer den zähen Wideraufbauprozess.

In Trümmern: Das Zuhause dieses Mädchens in Harisiddhi wurde durch das Erdbeben zerstört, ihre Familie sucht im Schutt nach Verwertbarem. Foto: Zishaan Akbar Latif

 „Aufgrund von großer Bürokratie wird der Wiederaufbau, anders als beim Tsunami oder auf den Philippinen, nicht schnell voran schreiten können“, sagt Asiens SOS-Regionalleiterin Shubha Murthi.

In Nepals Kathmandu-Tal waren durch das schwere Erdbeben am 25. April 2015 viele Menschen unter den Trümmern ihrer einstürzenden Häuser und Gerölllawinen begraben worden. Die Aufbauarbeiten gestalteten sich von Anfang an schwierig. Viele Bergregionen waren für Rettungskräfte über Wochen nur schwer oder gar nicht zugänglich.

Die SOS-Kinderdörfer, seit den 70er Jahren in Nepal präsent, leisteten vom ersten Tag an praktische Nothilfe für Kinder und Familien in den betroffenen Regionen.

„Als lokale Hilfsorganisation haben wir zwar weniger bürokratische Hürden als internationale Organisationen zu nehmen. Dennoch warten wir auf Genehmigungen zum Beispiel für den Aufbau von Gebäuden“, berichtet die SOS-Asienleiterin. „Obwohl unsere Programme und die Finanzierung stehen, müssen wir auf das behördliche „Go“ warten, um den Menschen beim Wiederaufbau helfen zu dürfen.“

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