Monsun-Flut in Indien: SOS-Kinderdörfer starten Nothilfe

SOS-Mitarbeiter versorgen obdachlose Familien und betreuen verlassene Kinder

01.09.2008 - Die Menschen haben sich vor der Flut auf die Dächer geflüchtet und warten seit Tagen auf Rettung. Ihre Lebensmittelvorräte und ihre Ernten sind vernichtet - sie hungern, sind obdachlos und stehen vor dem Nichts. Die schweren Monsun-Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Bihar haben die Lebensgrundlage von hunderttausenden Familien zerstört. Um Kindern und ihren Eltern beizustehen, starten die SOS-Kinderdörfer in Indien ein Nothilfe-Programm.

Tausende Kinder sind von den Überflutungen weiter Landstriche in Bihar betroffen - Foto: REUTERS/Rupak De Chowdhuri
Auf der Flucht vor der Flut: Unzählige Kinder sind durch die Überschwemmungen in Bihar obdachlos geworden, weite Landstriche stehen unter Wasser - Foto: REUTERS/Rupak De Chowdhuri,  www.alertnet.org
Der ungewöhnlich starke Monsun-Regen hat im benachbarten Nepal einen Damm des Kosi-Fluss brechen lassen. Der angrenzende indische Bundesstaat Bihar wurde zu weiten Teilen überschwemmt, ganze Landstriche müssen evakuiert werden. Nach Medienberichten sind über zwei Millionen Menschen durch die Wassermassen obdachlos geworden. Mindestens 90 Menschen starben in den Fluten. 100.000 Hektar Farmland wurden in Bihar, einem der ärmsten indischen Bundestaaten, überschwemmt.

SOS-Nothilfe: Lebensmittel und Familien-Zusammenführung

SOS-Mitarbeiter sind in die Krisenregion geeilt und stimmen die Nothilfe-Aktion mit Behörden ab. Die Hilfsmaßnahmen gehen von zwei Basisstationen aus: von dem neuen SOS-Kinderdorf in Begusarai sowie von einem SOS-Notzentrum, das in Purnia eingerichtet wurde. So hilft SOS:

  • SOS-Mitarbeiter verteilen Hilfsgüter an Familien: Lebensmittel, Babynahrung, Trinkwasser, Medikamente und Kleidung. Außerdem haben SOS-Mitarbeiter für Flutopfer Sanitäreinlagen eingerichtet. Die Soforthilfe erreicht derzeit rund 1.600 Kinder und Eltern.
  • Betroffene Familien sollen mittelfristige Unterstützung erhalten: z.B. durch Nahrungsmittelhilfe, um den Ernteausfall zu überbrücken, oder medizinische Versorgung.
  • Das neue SOS-Kinderdorf Begusarai bietet einen sicheren Zufluchtsort für unbegleitete Kinder, die durch die Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden. SOS-Mitarbeiter werden in Zusammenarbeit mit den Behörden nach den Angehörigen suchen.
  • Kinder, deren Eltern in der Flut ums Leben gekommen sind, können im SOS-Kinderdorf ein dauerhaftes Zuhause in einer SOS-Familie finden.

Auch im benachbarten Nepal leisten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe für Flutopfer.

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