Nothilfe in China: SOS eröffnet Nothilfe-Schule

11.06.2008 - Die SOS-Kinderdörfer haben in der fast völlig zerstörten Stadt Mianzhu eine Nothilfe-Schule eingerichtet. Aufgeteilt auf drei Zelte kann für viele Kinder nun wieder der Schulalltag beginnen.

Für die Kinder in Mianzhu kehrt wieder etwas Schulalltag ein.
Das "fröhliche Klassenzelt": Für die Kinder in Mianzhu kehrt wieder etwas Schulalltag ein.

Bei dem verheerenden Erdbeben am 12. Mai sind in Mianzhu fast alle Schulen zerstört worden. An einen regulären Schulbetrieb ist noch lange nicht zu denken. "Deshalb haben wir uns entschlossen, den Kindern mit einem Schulzelt zu helfen!", sagt Xia Linhua, die stellvertretende Direktorin des SOS-Kinderdorfs in Chengdu, von dem die SOS-Nothilfe ausgeht.

"Bis jetzt besuchen schon 56 Kinder unsere Schule. Das "fröhliche Klassenzelt", wie wir es nennen, hat drei Klassenzimmer. Alle SOS-Mitarbeiter und unsere Jugendlichen helfen zusammen und unterrichten gemeinsam mit zwei Lehrern, Chinesisch, Mathematik, Musik und Zeichnen. Am Nachmittag gehen wir mit den Kindern in den nah gelegenen Park zum Spielen", erklärt Xia.

Der Schulbesuch hilft den Kindern in Mianzhu, nach der Katastrophe wieder in einen geregelten Alltag zurückkehren. Ihren Eltern gibt das Nothilfe-Projekt neue Hoffnung. Hu, ein Vater, der mit weiteren 5.000 Überlebenden derzeit in einem Zeltlager lebt: "Seit dem Erdbeben hat mein Sohn kein Buch mehr in die Hand genommen. Dank des "fröhlichen Klassenzeltes" kann er sich nun langsam wieder auf die Schule konzentrieren."

Die Stadt Mianzhu liegt rund 100 Kilometer vom SOS-Kinderdorf Chengdu entfernt.