SOS-Hilfe in Syrien

Nu(h)r für SOS

Dieter Nuhr unterstützt Veranstaltung für SOS-Hilfe in Syrien

16.11.2015 - Der Kabarettist und SOS-Botschafter Dieter Nuhr unterstützte eine Abendveranstaltung der SOS-Kinderdörfer am 15. November 2015 im Dr. Thompson's in Düsseldorf. 12.000 Euro kamen dabei zugunsten von SOS-Syrien zusammen.

Kabarettist Dieter Nuhr (links) und Rani Rahmo (rechts), SOS-Leiter aus Syrien. Beide setzen sich für Kinder in Not ein. Foto: Britta Pedersen.

SOS hilft Kindern in Syrien, die unter den Folgen des Krieges leiden. Foto: Abeer Pamuk.

Für den langjährigen SOS-Botschafter Dieter Nuhr war es wichtig, an diesem Abend in seiner Heimatstadt mit dabei zu sein. Mit einem Auszug aus seinem aktuellen Programm "Nur Nuhr" begeisterte er die 300 anwesenden Gäste, unter denen auch der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Thomas Geisel war. Der Kabarettist unterstützt seit Jahren die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit und hat ein klares Anliegen: "Auf Dauer sollte es das Ziel der zivilisierten Welt sein, die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dafür braucht es die Arbeit vor Ort. Und da ist SOS nicht nur kompetent, sondern extrem effektiv".

Rani Rahmo, Nationaler Direktor der SOS-Kinderdörfer in Syrien, kam direkt aus dem Kriegsgebiet zu der Veranstaltung und bewegte mit seinen Schilderungen die Gäste zutiefst. Still wurde es im Raum. Keiner der Gäste sprach mehr ein Wort. Selbst der sonst so mitteilsame Kabarettist Dieter Nuhr hörte gebannt zu, als Rani Rahmo über die dramatische Situation in seinem Land sprach: Kinder fliehen vor Raketeneinschlägen, sie verlieren ihre Eltern oder sind gar das Ziel von Scharfschützen.

"Der Krieg hat katastrophale Folgen, vor allem für die Kinder. In den umkämpften Gebieten sind die meisten Schulen zerstört. Viele Eltern schicken ihre Kinder gezwungenermaßen zur Arbeit statt in den Unterricht. Es wächst eine verlorene Generation heran. Wir müssen weiterhin auch vor Ort bleiben und helfen. Nur so bekommen die Menschen auch die Chance, in ihrer Heimat zu bleiben. SOS ist und bleibt in Syrien. Dafür brauchen wir jede finanzielle Hilfe", so der Appell des SOS-Leiters.


Der Verkauf von Werken aus der SOS-Edition trug zum Erlös des Abends bei. (V.l.) Dieter Nuhr, Kuratorin Dr. Kirstin Prinzessin zu Hohenlohe-Oehringen und Rani Rahmo. Foto: Britta Pedersen.

Rani Rahmo schilderte die Verzweiflung der Menschen und machte damit deutlich, warum so viele syrische Familien flüchten: in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Kein Kind verlässt gern sein Zuhause, kein Mensch verlässt freiwillig seine Heimat.

Bei der Veranstaltung kamen 12.000 Euro Spenden zusammen, ein Teil davon aus dem Verkauf von Bildern aus der SOS-Edition. Der Betrag geht zugunsten der SOS-Hilfe in Syrien, wo jeder Cent dringend gebraucht wird.