Paraguay: SOS hilft Hochwasser-Opfern

SOS-Mitarbeiter leisten Sofort- und Wiederaufbauhilfe

03.07.2014 - Tagelange Regenfälle haben in Paraguay zu schweren Überschwemmungen geführt. In der Hauptstadt Asunción sind über 130.000 Menschen von dem Hochwasser betroffen, rund 70.000 mussten evakuiert werden. Auch die Einrichtungen der SOS-Familienhilfe sind betroffen.

Auf der Flucht vor der Flut: Rund 70.000 Menschen mussten sich vor dem Hochwasser in Sicherheit bringen.
Nach tagelangen Regenfällen ist der "Rio Paraguay", der die Hauptstadt Asunción umfließt, über die Ufer getreten und hat Teile der Stadt überschwemmt. Autos und Häuser standen teilweise bis zum Dach unter Wasser. Rund 70.000 Menschen mussten sich vor den Fluten in Sicherheit bringen und fanden Zuflucht bei Verwandten oder in Notunterkünften. Für viele von ihnen steht inzwischen fest: Ihre Häuser sind zerstört, sie haben all ihr Hab und Gut verloren.

Auch SOS-Einrichtungen sind betroffen

Das SOS-Kinderdorf in Asunción blieb zwar von den Wassermassen verschont, die Einrichtungen der SOS-Familienhilfe sind jedoch direkt betroffen. Sechs SOS-Kindertagesstätten in den Stadtvierteln Bañado Sur und Zeballos Cue wurden überflutet und sind stark beschädigt. Über 170 Kinder, die hier betreut wurden, mussten mit ihren Familien in Notunterkünfte flüchten. SOS-Mitarbeiter kümmern sich um diese Kinder und organisieren eine alternative Betreuung für sie. 15 der Familien, die durch die Familienhilfe unterstützt werden, haben durch die Überschwemmungen ihr Zuhause komplett verloren.

Umgehende Soforthilfe


SOS-Mitarbeiter betreuen Kinder in Notquartieren.
Die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter haben für die Familien im Katastrophengebiet umgehend Nothilfe geleistet. Der Fokus liegt dabei auf Betreuung und Versorgung von Kindern. 750 Kinder werden in provisorischen Tagestätten in den Notunterkünften betreut und erhalten dort dreimal am Tag etwas zu essen. Zusätzlich gibt es dort Spiel- und Lernmöglichkeiten für Schulkinder. Die Kinder werden auch medizinisch versorgt: Viele leiden unter Hautausschlägen und Bronchitis, auch Fälle von Windpocken sind aufgetreten.
SOS-Mitarbeiter versorgen die Familien mit Wasser, Nahrungsmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, aber auch mit Baumaterialien zur Errichtung von Notunterkünften.

Langfristige Hilfe beim Wiederaufbau

Neben der Soforthilfe für die Flutopfer werden die SOS-Kinderdörfer betroffene Familien auch langfristig begleiten und ihnen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und ihrer Lebensgrundlage unterstützen.

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