Schwere Überschwemmungen in Paraguay

SOS-Kinderdörfer evakuieren 68 Familien in Notunterkünfte

29.12.2015 - El Niño sucht Südamerika mit heftigen Überschwemmungen heim. Besonders schwer betroffen ist Paraguay. Allein dort mussten bisher 130.000 Menschen vor den Fluten fliehen und Metereologen rechnen mit weiteren Niederschläge in den nächsten Tagen.

Schon im Sommer 2014 mussten viele Bewohner  Asuncións vor den Fluten flüchten. Nun stehen ihre Stadtviertel erneut unter Wasser und Schlamm.

Ganze Stadtviertel in der Hauptstadt Asunción stehen unter Wasser und Schlamm. Der Wasserstand des Rio Paraguay stieg zeitweise auf über sieben Meter an. "Wir haben bis jetzt 68 Familien, die im Umfeld der SOS-Sozialzentren in Asuncións Armenvierteln leben, vor den Fluten in temporäre Notunterkünfte evakuiert", erklärt der Sprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin.

Besonders kritisch ist die Lage für die Menschen, die durch die Flut ihre Häuser und Habseligkeiten verloren haben. Die Mitarbeiter der SOS-Sozialzentren in Bañado und in Tacumbú arbeiten deshalb eng mit Paraguays Katastrophenschutz zusammen. Betroffene Familien erhalten Decken, Kleidung und Lebensmittel. SOS-Helfer kümmern sich um Kinder in Notquartieren.

Die Grenzländer Brasilien, Uruguay und Argentinien sind ebenfalls von Hochwasser betroffen. Hier sind bislang noch keine SOS-Einrichtungen überflutet.