SOS-Patenaktion 2008: Interview mit Gräfin von Pfuel

"Mit Leib und Seele und Liebe" : Die Schirmherrin der aktuellen SOS-Patenaktion über ihren Besuch im SOS-Kinderdorf Gulu/Uganda

19.09.2008 - Werden Sie SOS-Pate - jetzt! Dazu rufen die SOS-Kinderdörfer mit ihrer aktuellen Paten-Aktion auf. Prominente Schirmherrin ist Gräfin Stephanie Bruges von Pfuel. Anfang September besuchte die langjährige SOS-Förderin das Kinderdorf Gulu in Uganda. Dort traf sie Mouna, lernte deren SOS-Mutter Alice kennen und erlebte, wie die SOS-Arbeit vor Ort wirkt. Im Interview hat uns Gräfin von Pfuel von ihrer Reise berichtet.

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Mouna lebte auf der Straße, bevor sie im SOS-Kinderdorf ein Zuhause fand. Heute wächst sie in der Geborgenheit einer SOS-Familie auf: mit einer Mutter und Geschwistern.


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Gräfin Stephanie Bruges von Pfuel mit SOS-Kind MounaIm SOS-Kinderdorf Gulu: Gräfin Stephanie Bruges von Pfuel mit SOS-Kind Mouna - Foto: Scheider-Press, Erwin SchneiderSOS: Gräfin von Pfuel, Sie unterstützen die SOS-Kinderdörfer bereits seit Jahren und haben auch schon einige Kinderdörfer besucht. Ihre jüngste Reise führte Sie nach Uganda. Wie war Ihr Eindruck von der SOS-Arbeit in der Region?

Gräfin von Pfuel: Gut, wie immer! Die SOS-Mitarbeiter vor Ort machen einen tollen Job. Die Familien in Gulu leben derzeit noch in einem temporären Kinderdorf, das im Rahmen einer SOS-Nothilfeaktion entstanden ist. Aber schon bald werden die Kinder in das neu errichtete Dorf in Gulu umziehen. Ich war dort und kann nur sagen: Es ist wunderschön.

SOS: Sie haben nicht nur das SOS-Dorf gesehen, sondern auch ein Viertel in der Nachbarschaft kennen gelernt. Erzählen Sie uns doch bitte, was Sie dort erlebt haben.

Gräfin von Pfuel: Es ist für mich sehr wichtig, nicht nur das SOS-Dorf zu sehen, sondern auch die Umgebung kennen zu lernen. Dabei wird deutlich, weshalb genau an dieser Stelle eine Einrichtung der SOS-Kinderdörfer nötig ist. Bei unserem Besuch in dem Guluer Viertel haben wir unter anderem eine alleinerziehende Mutter getroffen, die am SOS-Familienstärkungsprogramm teilnimmt. Die Frau hat Aids, und zwei ihrer Kinder sind ebenfalls infiziert. SOS unterstützt sie mit Medikamenten und kommt für die Schulgebühren der Kinder auf. Wie viele andere Familien aus dem Programm erhält sie außerdem Saatgut, um damit selbstständig das eigene Überleben und das ihrer Kinder zu sichern.

Gräfin Stephanie Bruges von Pfuel lacht mit SOS-KindernGräfin Stephanie Bruges von Pfuel lacht mit SOS-Kindern - Foto: Scheider-Press, Erwin SchneiderSOS: Im SOS-Kinderdorf Gulu haben Sie auch die dreieinhalbjährige Mouna und ihre SOS-Mutter Alice kennen gelernt. Mouna kam als Zweijährige ins Kinderdorf, weil ihre vom Bürgerkrieg traumatisierte Mutter sie nicht mehr versorgen konnte. Wie haben Sie Alice und Mouna zusammen erlebt?

Gräfin von Pfuel: Die beiden sind sehr herzlich miteinander. Das ist wirklich schön anzusehen. Alice strahlte auf mich genau das aus, was ich bisher bei allen SOS-Kinderdorfmüttern erlebt habe: Man spürt, dass sie mit Leib und Seele und Liebe dabei ist.

SOS: Und wie geht es Mouna mit ihren elf Geschwistern?

Gräfin von Pfuel: Die ganze Familie macht einen sehr harmonischen Eindruck. Sie sind auch sehr stolz auf ihre Gemeinschaft und ihr Zuhause. Mich haben sie gleich am Arm gezogen und wollten mir ihr Haus und ihre Mutter zeigen. "Meet My Mami" (lerne meine Mutter kennen), haben sie gesagt.

SOS: Gräfin von Pfuel, Sie sind selbst Mutter von sechs Kindern. Welche Rolle spielt Ihr Engagement für die SOS-Kinderdörfer in Ihrer eigenen Familie?

Gräfin von Pfuel: SOS ist ein Teil meines Lebens und daher auch in unserer Familie ein Thema. Die Kinder stehen hinter meinem Engagement und wir sprechen natürlich darüber. Die Kinderdörfer sind ganz präsent bei uns Zuhause. Wir haben daheim auch eine Reihe von Bildern und Stickarbeiten hängen, die mir Kinder aus SOS-Dörfern geschenkt haben.   

SOS: Als langjährige Förderin haben Sie einen guten Einblick in die Arbeit der SOS-Kinderdörfer gewonnen. Was macht Ihrer Meinung nach das Besondere an den SOS-Kinderdörfern aus? 

Gräfin von Pfuel: Ich versuche im Rahmen meines öffentlichen Engagements immer darauf hinzuweisen, wie groß das Spektrum der SOS-Arbeit ist. Es sind ja nicht nur die Kinderdörfer, mit denen sich SOS für Kinder in Not einsetzt. Von den vielen Zusatzeinrichtungen wie Schulen, Krankenstationen, Ausbildungszentren und natürlich den Familienstärkungsprogrammen profitieren Hunderttausende Bedürftiger, die außerhalb der SOS-Kinderdörfer leben. Und das unterstütze ich gerne. 

SOS: Gräfin von Pfuel, herzlichen Dank für das Gespräch und natürlich auch für Ihren großen Einsatz für die SOS-Kinderdörfer.