Aufstand in Syrien: SOS-Kinderdörfer verstärken Schutz

17.05.2011 - Seit Wochen erschüttern blutige Proteste Syrien. Die SOS-Kinderdörfer im Land haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

 

Karte: SOS-Kinderdörfer in Syrien
In den Nachbarschaften der beiden syrischen SOS-Kinderdörfer blieb es bislang ruhig. Das eine befindet sich in Aleppo, das andere in Qodsaya bei Damaskus.
Die Massenkundgebungen der syrischen Opposition begannen vor zwei Monaten und halten trotz der Gewalteskalation an. Nach Schätzungen wurden bislang mehrere hundert Menschen getötet. Zuletzt ging die syrische Armee gegen Hochburgen des Protests gewaltsam vor.

 

SOS-Kinder und Mitarbeiter in den beiden syrischen SOS-Kinderdörfern blieben von den Unruhen bislang verschont. Die Dörfer befinden sich in Aleppo und Qodsaya, einem Vorort von Damaskus, und ihren Nachbarschaften blieb es ruhig. Die Schulen sind dort weiterhin geöffnet und die SOS-Kinder können den Unterricht besuchen. Doch die allgemeine Stimmung ist angespannt und SOS-Mitarbeiter des nationalen SOS-Büros in Damaskus werden durch Straßensperren immer wieder daran gehindert, zur Arbeit zu kommen.

Angesichts der anhaltenden Gewalt haben die SOS-Kinderdörfer in Syrien Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: So wurden in allen SOS-Einrichtungen der Schutz durch Wachleute verstärkt. Außerdem stockte SOS die Vorräte auf.