Proteste und Unruhen in Venezuela

26.02.2014 - Straßenschlachten und brennende Barrikaden: Blutige Sozialproteste erschüttern Venezuela. Die SOS-Kinderdörfer im Land beobachten die Lage mit Sorge.

Venezuelas Hauptstadt Caracas ist Hochburg der Protestwelle. Die SOS-Kinderdörfer im Land blieben bislang von der Gewalt verschont.

Während die Krise in Kiew zuletzt die Schlagzeilen beherrschte, erregten die Unruhen in Venezuela bislang wenig Medieninteresse. Seit zwei Wochen herrscht in den Städten Venezuelas Aufruhr und Gewalt. Studenten und andere Oppositionsanhänger protestieren gegen Inflation, Korruption und Kriminalität. Die Regierung von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro lässt die Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen die Demonstranten vorgehen. Nach Medienberichten forderte die Gewalteskalation bereits 14 Todesopfer.

Die Straßenschlachten erschweren auch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Venezuela, besonders in der Nähe von Caracas, der Hochburg der Aufstände. Glücklicherweise blieben die SOS-Familien bisher von der Gewalt verschont. Den Kindern und SOS-Mitarbeitern geht es den Umständen entsprechend gut. Trotzdem muss jeden Tag erneut entschieden werden, ob der Schulbesuch der Kinder zu verantworten ist.