SOS beim RTL-Spendenmarathon

Kabarettist Dieter Nuhr präsentiert Familienhilfs-Projekt der SOS-Kinderdörfer beim RTL-Spendenmarathon

22.11.2016 - In den Elendsvierteln der bolivianischen Großstadt El Alto fehlt es am Nötigsten, über 70 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Viele alleinerziehende Mütter leben hier mit ihren Kindern – ohne Strom und fließendes Wasser, ohne Kanalisation und Müllabfuhr.
Dieter Nuhr in der SOS-Kindertagesstätte in El Alto, Bolivien. Foto: RTL/Daniel van Moll

Während die Mütter arbeiten, verbringen die Kinder oft ganze Tage und Nächte alleine in den Wellblechhütten. Neben einer allgemeinen körperlichen und seelischen Vernachlässigung der Kinder, gehören Alkohol, Schläge und Vergewaltigungen zum Alltag. "Das sind Zustände, die untragbar sind", sagt der Kabarettist und SOS-Botschafter Dieter Nuhr, der kürzlich gemeinsam mit einem Team des RTL-Spendenmarathons El Alto besucht hat.

Dieter Nuhr beim RTL-Spendenmarathon

Das Hauptproblem der Menschen in den Elendsvierteln ist fehlende Bildung und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit. Auch Aurelia, die 36-Jährige Mutter von sieben Kindern, hat nie eine Schule besucht und keinen Beruf erlernt. Ihre Arbeit als Wäscherin bringt kaum genug, um ihre Kinder zu ernähren. Ihr Mann hat sie geschlagen und mit den Kindern sitzen lassen. Wenn Aurelias älteste Tochter ihr nicht gerade bei der Arbeit hilft, kümmert sie sich um ihre sechs Geschwister: Zeit für Schule oder Freunde bleibt da nicht. "Mein größter Wunsch ist es, dass meine Kinder die Schule beenden können, damit es ihnen einmal besser geht", sagt Aurelia.

SOS-Pate Dieter Nuhr ruft zum Spendenmarathon am 24. und 25. November für die „SOS Kinderdörfer Weltweit“ auf. Foto: RTL/Daniel van Moll

Über 70 Prozent leben unter der Armutsgrenze

Diesen Teufelskreis aus einer mangelnden Schulbildung, fehlenden beruflichen Qualifikationen und einem daraus resultierenden geringen Haushaltseinkommen will Dieter Nuhr gemeinsam mit "RTL – Wir helfen Kindern" und den SOS-Kinderdörfer weltweit durchbrechen. Mit dem Geld, das der RTL-Spendenmarathon am 24. am 25. November 2016 einsammeln wird, werden in El Alto und La Paz drei Ausbildungszentren für Erwachsene entstehen. Hier können Mütter wie Aurelia an psycho-sozialen Fördermaßnahmen teilnehmen und erhalten berufliche Schulungen, um eine selbstständige Erwerbstätigkeit zu erlernen.

Hilfe für Kinder und Familien in El Alto und La Paz

Während die Mütter an den Kursen teilnehmen, werden die Kinder in einer von drei speziell eingerichteten SOS-Kindertagesstätten unterbracht und erfahren dort individuelle und altersgerechte Förderung. "Was die Kinder in den Betreuungszentren lernen, geben sie auch an ihre Kinder weiter. Wenn wir nur einer Familie geholfen haben, helfen wir in der nächsten Generation bereits fünf bis sieben Familien", ist sich Dieter Nuhr sicher. "Das ist keine Kleinigkeit. Das verändert die Welt. Bitte helfen Sie uns dabei und spenden Sie für die Familien in Bolivien."

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