Schüler schreiben für SOS

Die Gewinner des SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerbs stehen fest

01.07.2011 - Zwei Schüler fahren auf Reportagereise ins SOS-Kinderdorf Byumba, Ruanda. Dort werden sie Jugendliche interviewen, die den Bürgerkrieg in den 1990ern überlebt haben.
 

Die SPIEGEL-Auszeichnung ist für viele Schüler das Sprungbrett zu einer journalistischen Karriere. Die Reise ins SOS-Kinderdorf ist eine gute Gelegenheit, sich journalistisch weiterzuentwickeln. Veröffentlicht wird die Reportage auf der SPIEGEL-Website in der Rubrik "Schule".

Gewinner der SOS-Reportagereise: Isabell Wüst und Matthias Thoelen
Gewinner der SOS-Reportagereise: Isabell Wüst und Matthias Thoelen - Foto: Michael B. Rehders
Sieh das Leben von allen Seiten!

Dieses Jahr fährt Isabell Wüst in das SOS-Kinderdorf in Ruanda. Isabell kommt aus der Redaktion der Online-Schülerzeitung "Meine Marie", einer liebevoll gemachten Website für das Gymnasium Mariengarden in Burlo, Westfalen. Isabells Hobbys sind Ballett und Messdiener sein  - so steht es in ihrem Online-Profil von "Meine Marie". "Ich denke, ich werde sicher so etwas wie einen Kulturschock haben", meint die 18-jährige Schülerin, "aber ich werde mich an den Rat meiner Mutter halten: Sieh das Leben von allen Seiten."

 

Ich wollte schon immer mal nach Afrika!

Matthias Thoelen, 21,  aus Krefeld wird Isabell begleiten. Er wurde für seine Fotografien mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. "Ruanda wird sicher eine ganz besondere Erfahrung", meint er. "Ich wollte schon immer mal nach Afrika."

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Grundschüler aus Ruanda - ein Foto von 2004. Sie waren noch Babys, als der Bürgerkrieg ausbrach - Foto: C. Biyack
Die  beiden fliegen in den Sommerferien ins SOS-Kinderdorf  Byumba, das liegt im Norden Ruandas und wurde 1997 errichtet. Im SOS-Kinderdorf Byumba leben 150 Kinder, es gibt einen Kindergarten, ein medizinisches Zentrum und eine Jugendeinrichtung für 42 Jugendliche. Die Situation in Ruanda hat sich in den letzten Jahren beruhigt, aber der Völkermord und der Bürgerkrieg 1997 haben großes Leid hinterlassen.  Das SOS-Kinderdorf Byumba wurde nach dem Genozid errichtet und nahm die Kinder auf, die zurückblieben. Jetzt sind aus den Kindern junge Erwachsene geworden und Isabell Wüst und Matthias Thoelen werden darüber berichten, was aus ihnen geworden ist.