Somalia: neues medizinisches Zentrum in Baidoa

01.09.2011 - Ein weiteres medizinisches Zentrum wurde diese Woche in Somalia eröffnet. Der Bedarf an Lebensmitteln und Wasser in Ostafrika ist nach wie vor nicht gedeckt. Die Zahl der Flüchtlinge steigt weiter.

Medizinisches Zentrum für Baidoa, Somalia

Mutter mit Kind, in Begleitung eines SOS-Mitarbeiters
Mutter mit Kind, in Begleitung eines SOS-Mitarbeiters
Im  Flüchtlingslager „Ibn Abbas“, Nähe Baidoa in Somalia, wurde nun ein medizinisches Zentrum eröffnet. Nachdem die Behörden ihre Zustimmung erteilt hatten, bauten die SOS-Kinderdörfer acht Zelte und vier Toiletten auf. Acht zusätzliche Angestellte unterstützen das örtliche Team mit Dr. Abdullahi als medizinischem Leiter.

Am ersten Tag konnten bereits 170 Patienten behandelt werden, die meisten von ihnen Kinder. Besonders die Zahl der unterernährten Kinder ist in Baidoa sehr hoch. Deshalb wurde ein verbessertes Registrierungverfahren eingeführt. Familien in Not werden von den medizinischen Angestellten registriert und bekommen eine Karte. Darauf sind die wichtigsten Informationen über die Familie vermerkt (z. B. Anzahl der Familienmitglieder, Anzahl der Kinder,…). Mit dieser Karte erhalten bedürftige Familien Nahrungsmitteln in ausreichender Menge. Laut Dr. Abdullahi reichen die Mittel für die vielen Flüchtlinge nicht aus und bittet um weitere Unterstützung.

SOS-Familien weiter in Sicherheit

Die Kinder und Mütter des SOS-Kinderdorfs Mogadischu in Somalia sind weiterhin in der Notunterkunft im Afgoye Korridor untergebracht. Nach Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und den Al Shabaab Milizen musste das Dorf vor wenigen Wochen evakuiert werden. Seitdem sind die SOS-Familien im „Korridor 13“ in Sicherheit.Mangelnde Unterstützung in ÄthiopienDie Situation in Morudile, Äthiopien, ist weiterhin kritisch. Die Zahl der Flüchtlinge steigt nach wie vor und die Mittel reichen nicht aus, um die Menschen zu versorgen. Nahrungsmittel, Wasser, Unterkünfte und gesundheitliche Versorgung sind schwer zu bekommen.