SOS begrüßt Einigung zu Ukraine-Krise

Menschen in Lugansk brauchen dringend Hilfe

12.02.2015 - Die SOS-Kinderdörfer in der Ukraine sind erleichtert über die Einigung beim Krisengipfel in Minsk. "Selbst ein fragiler Waffenstillstand befähigt uns, den Menschen in der Ostukraine zu helfen", sagte eine SOS-Mitarbeiterin in Lugansk, die aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden möchte.

Die SOS-Kinderdörfer leisten derzeit als einzige internationale Hilfsorganisation Nothilfe für die Kriegsflüchtlinge in Lugansk.

"Glauben Sie mir, die Menschen im Krisengebiet  wollen nichts mehr als Frieden. Wenn Ihr Haus zum fünften Mal von Raketen getroffen wurde, kein Stein mehr auf dem anderen liegt, ist Ihnen ein fragiler Frieden lieber als alle Hoffnung auf einen fragwürdigen Sieg", erklärte die SOS-Mitarbeiterin. Die SOS-Kinderdörfer sind derzeit die einzige internationale Hilfsorganisation in der Region Lugansk.

Gefechte in Lugansk

Seit Samstag flammten auch in Lugansk immer wieder Gefechte auf. "Wir schätzen, dass etwa 1500 Familien in Lugansk dringend Unterstützung benötigen", berichtete eine SOS-Sozialarbeiterin. "Aber unter Kriegsbedingungen können wir unsere Nothilfe nicht ausweiten."

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