Krieg in Nahost: SOS-Kinderdörfer in Israel bieten Kindern Zuflucht

14.01.2009 - Während die erbitterten Kämpfe im Gaza-Streifen andauern, ist der Süden Israels täglich Ziel von Raketenangriffen. Die beiden SOS-Kinderdörfer in Israel haben deswegen Kinder aus der Gefahrenzone im südisraelischen Grenzgebiet aufgenommen.

Karte: SOS-Kinderdörfer in Israel
In Israel gibt es zwei SOS-Kinderdörfer
Sowohl das SOS-Kinderdorf Neradim (Arad) als auch das SOS-Kinderdorf Megadim (Migdal Ha'Emek) haben auf Anfrage der israelischen Behörden reagiert und Räumlichkeiten für Kinder aus der Grenzregion bereitgestellt. Die Mädchen und Jungen sollen in den Kinderdörfern Zuflucht finden, bis sich die Lage wieder entspannt.

Das südisraelische Kinderdorf Neradim liegt außerhalb der Reichweite der Raketen, die vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert werden. Die biologischen Familien vieler israelischer SOS-Kinder leben jedoch in der Gefahrenzone. Die monatlichen Besuche der Kinder bei ihren Familien mussten wegen des Raketenbeschusses ausgesetzt werden.

Das Kinderdorf Megadim befindet sich im Norden Israels. Auch die nördliche Grenzregion wurde von Raketen getroffen, die vom Libanon aus abgeschossen wurden. Dabei handelte es sich jedoch bislang um vereinzelte Angriffe.


In den beiden israelischen SOS-Kinderdörfern wachsen jüdische und arabische Kinder gemeinsam miteinander auf. In jedem Familienhaus werden Toleranz und Solidarität  vorgelebt und erlebt.