Erste SOS-Kinderdorf-Mutter Maria Weber (92) verstorben

07.12.2011 - Ich würde es heute wieder tun", sagte Maria Weber noch an ihrem 90sten Geburtstag. Die erste SOS-Kinderdorfmutter ist letzte Woche verstorben.
 

Maria Weber an ihrem 90sten Geburtstag im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl
Maria Weber an ihrem 90sten Geburtstag im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl
Nach einem erfüllten Leben ist Maria Weber, eine Pionierin der SOS-Kinderdörfer, am Mittwoch, 30. November 2011, verstorben. Sie hat vor 60 Jahren als erste SOS-Kinderdorf-Mutter im weltweit ersten SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol ihren Beruf und ihre Berufung begonnen. Den Schritt hat sie nie bereut und bis zuletzt betont: „Ich würde es sofort wieder machen“!   

Maria Weber wurde am 03. Mai 1919 im burgenländischen Deutschkreutz geboren. Nach der Schule zog die Bauerstochter nach Wien und absolvierte die dreijährige Ausbildung zur Pfarrschwester. Ihre erste Anstellung fand sie in Pfunds/Tirol, wo sie Spendenaufrufe von Hermann Gmeiner erhielt. „Da spendete ich 3,60 Schilling für den Bau von ‚Haus Weihnachten’. Ich legte also einen Grundstein für genau das Haus, in dem ich 1951 selber SOS-Kinderdorf-Mutter wurde“, erzählte Maria Weber zu den Anfängen mit einem Schmunzeln.

1957 zog Maria Weber in das neu gegründete SOS-Kinderdorf Hinterbrühl in

Maria Webers erste Kinderdorffamilie in Imst
Maria Webers erste Kinderdorffamilie in Imst
Österreich. Sie war 20 Jahre SOS-Kinderdorf-Mutter, ging 1977 in Pension und lebte bis zuletzt im „Mütterhaus“ für pensionierte SOS-Kinderdorf-Mütter. Sie hat 20 Kinder groß gezogen, mit denen sie bis zuletzt in regem Kontakt stand und sich über regelmäßige Besuche auch ihrer mehr als 50 Enkel- und Urenkelkinder freute. Lebensfreude und Zufriedenheit, Nachsicht und Humor sowie tiefe Gläubigkeit zeichneten Maria Weber aus und waren Basis für ein reiches und erfülltes Leben.