SOS fordert besseren Schutz für Flüchtlingskinder

Petition mit über 93.000 Unterschriften an Bundesregierung übergeben

23.02.2016 - Über 93.000 Menschen in Deutschland haben in den vergangenen Wochen ein Zeichen gesetzt: Sie haben die Online-Petition der SOS-Kinderdörfer unterzeichnet, um sich mit ihrer Stimme für den besseren Schutz von Flüchtlingskindern einzusetzen. Die Petition ist nun auf dem Weg zur Bundesregierung. Wir danken allen Unterstützern ganz herzlich!

Über 93.000 Unterzeichner haben sich den Forderungen der SOS-Kinderdörfer angeschlossen. Wir sagen Danke für Ihre Stimme!

Täglich kommen flüchtende Familien mit Kindern und unbegleitete Minderjährige in Deutschland an. Geschwächt durch die Strapazen der Flucht werden viele krank oder leiden unter den traumatischen Erlebnissen. Die Massenunterkünfte sind häufig auf die Bedürfnisse nicht vorbereitet. Zudem gibt es Fälle, dass Kinder dort von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch bedroht sind.

In der von mehr als 93.000 Menschen unterzeichneten Petition, die jetzt an den Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung Peter Altmaier gesendet wurde, appellieren die Schwesterorganisationen SOS-Kinderdörfer weltweit und SOS-Kinderdorf e.V. daher gemeinsam an die Bundesregierung: Flüchtlingskinder benötigen besonderen Schutz. Die kindgerechte Unterbringung, Versorgung und Betreuung von begleiteten und unbegleiteten Flüchtlingskindern müssen in der nationalen und europäischen Flüchtlingspolitik absolute Priorität erhalten.

Appell an Bundesregierung

Der Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil, mahnte: "In Syrien und an Europas Grenzen sterben täglich Kinder. Wir müssen die Flüchtlingskinder in Syrien, im Libanon und in der EU besser schützen. Gerade die vielen Kinder, die allein unterwegs sind, sind sehr verletzlich. Die Bundesregierung muss stärkeren Einfluss auf den Kinderschutz in diesen Ländern nehmen."

Schutz und kindgerechte Umgebung


Die SOS-Kinderdörfer fordern: Kinder müssen auf der Flucht besser geschützt werden. Foto: Katerina Ilievska

Neben der Ausweitung der humanitären Hilfe und den Übergangshilfen, die Deutschland und die Europäische Union in den Herkunfts- und Transitländern finanzieren, fordern die SOS-Kinderdörfer auch Änderungen bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern.

Prof. Johannes Münder, Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V., stellte klare Anforderungen: "Kinder müssen in Unterkünften sein, die auch für sie geeignet sind. Sie brauchen Schutz vor Übergriffen, Privatsphäre und eine kindgerechte Umgebung. Hier müssen die Bundesregierung und auch die Länder und Kommunen dringend tätig werden, um kinder- und familiengerechte Unterkünfte sowie psychologische und medizinische Betreuungsangebote bereit zu stellen."

Mehr Informationen zur Petition finden Sie auf der Internetplattform Change.org unter: www.sos-petition.de