SOS-Kinderdorf Mogadischu beschossen: Häuser teilweise zerstört

10.11.2008 - Zwei Mörsergranaten haben am Freitag Morgen das SOS-Kinderdorf Mogadischu getroffen. Es wurde niemand verletzt. Nach Ahmed Ibrahim, dem Direktor von SOS-Kinderdorf Somalia, zerstörte die erste Granate Teile eines Familienhauses und die zweite einen Teil der Mauer um das Dorf.
 

Kartenausschnitt Südsomalia
Im Süden Somalias liegt das SOS-Kinderdorf Mogadischu
Seit bei einem Beschuss auf das Dorf im letzten Jahr eine SOS-Familienhelferin ums Leben kam, wohnen im Dorf keine SOS-Familien mehr. SOS-Kinder und -Mütter wurden damals in sicherere Stadtteile gebracht. Allerdings sind nach wie vor einige Personen auf dem SOS-Gelände, die sich um Wartungsarbeiten und Sicherheit der Anlage kümmern.

Der aktuelle Vorfall ereignete sich, als Rebellen somalische und äthiopische Truppen angriffen. Da die Angriffe aus der Nachbarschaft des Kinderdorfs kamen, zielten die Vergeltungsschläge in diese Richtung und trafen daher auch das Dorf.

Das SOS-Krankenhaus wurde nicht beschädigt, wenngleich Patienten und Personal vorübergehend daraus geflohen waren. Dr. Abdullahi, der medizinische Direktor des Krankenhauses berichtet, dass sich die Lage inzwischen wieder beruhigt hat und Personal sowie Patienten mittlerweile zurück ins Krankenhaus ziehen konnten.