Sri Lanka: Kinder zwischen den Fronten

23.04.2009 - Bürgerkrieg auf Sri Lanka: Tausende Kinder sind zwischen den Fronten gefangen. Die SOS-Kinderdörfer bereiten sich darauf vor, Flüchtlingskinder in Notunterkünften aufzunehmen.

Kinder auf Sri Lanka - Foto: Sebastian Posingis
Tausende Kinder sind auf der Flucht - Foto: Sebastian Posingis
Die Armee hat die Tamilen-Rebellen in einem wenige Quadratkilometer großen Küstenstreifen im Nordosten des Inselstaats eingekreist. Nachdem ein Regierungsultimatum abgelaufen ist, droht die Gewalt nun zu eskalieren.

Im Kampfgebiet sitzen nach UN-Schätzungen 100.000 Zivilisten fest. Laut jüngsten Meldungen sollen darunter 3.500 bis 4000 Kinder sein, viele von ihnen Waisen und unbegleitete Kinder. Beide Seiten beschuldigen sich, die Flüchtlinge als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Hilfsorganisationen und UN-Organisationen war es bislang nicht möglich, im Kampfgebiet Hilfe zu leisten.

Dringend benötigt: Notunterkünfte für Flüchtlingskinder

Das Consortium of Humanitarian Agency (CHA) und die Streitkräfte, die für die Versorgung der Flüchtlinge zuständig sind, sind nun an die SOS-Kinderdörfer in Sri Lanka herangetreten und haben um humanitäre Unterstützung gebeten. Derzeit führt SOS mit den Behörden Gespräche, in denen mögliche Hilfsmaßnahmen beraten werden. Vor allem Notunterkünfte werden dringend benötigt. Die SOS-Kinderdörfer sind bereit, Flüchtlingskinder in den SOS-Einrichtungen in Nuwara-Eliya und Batticaloa vorübergehend aufzunehmen. Möglich wäre auch die Errichtung von Notunterkünften an anderen sicheren Orten.

Sämtliche Einrichtungen und Programme der SOS-Kinderdörfer in Sri Lanka befinden sich in sicherer Entfernung zur Krisenregion.

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