Südsudan: SOS nimmt Flüchtlingskinder auf

20.03.2012 - Während der Konflikt zwischen Nord- und Südsudan zu eskalieren droht, bereiten sich die SOS-Kinderdörfer im Südsudan auf die Aufnahme von Flüchtlingskindern vor.
Hunderttausende Flüchtlinge müssen den Sudan verlassen, vor allem unbegleitete Kinder brauchen dringend Hilfe.
Zurück in den Süden: Hunderttausende Flüchtlinge müssen den Sudan verlassen, vor allem unbegleitete Kinder brauchen dringend Hilfe – Foto: REUTERS / Mohamed Nureldin Abdallah

Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg wurde der Südsudan im Juli 2011 vom Norden unabhängig. Der Streit um Ölförderung und Grenzverlauf ist jedoch nach wie vor nicht beigelegt. Nach Gefechten im Grenzgebiet forderte jetzt der UN-Sicherheitsrat ein sofortiges Ende der Gewalt.

Unterdessen hat der Sudan angekündigt, hunderttausende Bürgerkriegsflüchtlinge in den Süden zurückzuschicken. Diese waren während des Bürgerkriegs aus ihrer Heimat in den Norden geflohen. Viele davon sind in Khartum gestrandet, rund 500.000 Südsudaner leben immer noch in überfüllten Lagern und illegalen Siedlungen im Norden. Der Sudan hat ihnen ein Ultimatum für die Rückkehr gesetzt, das am 8. April abläuft.

Die Rückkehr hunderttausender Flüchtlinge stellt die südsudanesische Regierung vor eine große Herausforderung. Das Sozialministerium hat die SOS-Kinderdörfer um Unterstützung bei der Aufnahme unbegleiteter Kinder gebeten. Unter den Bürgerkriegsflüchtlingen befinden sich auch ehemalige Kindersoldaten und Straßenkinder.

Schutz und Betreuung für unbegleitete Kinder

Die SOS-Kinderdörfer im Südsudan bereiten ein Nothilfe-Programm in Juba und Malakal vor, wo die Regierung die zurückkehrende Flüchtlinge in Auffanglagern unterbringen wird. So hilft SOS:

  • Die SOS-Kinderdörfer richten in Juba und Malakal zwei temporäre SOS-Zentren ein, um dort insgesamt bis zu 200 unbegleitete Kinder aufzunehmen.
  • Die Kinder erhalten pädagogische und psychologische Betreuung sowie Unterricht.
  • In den Auffanglagern in Juba und Malakal werden die SOS-Kinderdörfer zudem geschützte Bereiche für Kinder einrichten und diese mit Spiel- und Lernmaterialien ausstatten.
  • Ziel ist es, die Kinder wieder mit ihren Familien zu vereinen. Bei der Suche nach Angehörigen arbeitet SOS mit örtlichen Behörden, UN-Agenturen und anderen Hilfsorganisationen zusammen. Kinder, die keine Familien mehr haben, können im SOS-Kinderdorf Malakal ein dauerhaftes Zuhause finden.

Helfen Sie Kindern in Afrika!

Unterstützen Sie die SOS-Kinderdörfer in Afrika! Helfen Sie mit Essen und Kleidung, Schulausbildung und medizinischer Versorgung. Zeigen Sie Herz und werden Sie jetzt SOS-Pate!

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