Syrien-Friedensgespräche: SOS-Kinderdörfer fordern konkrete Lösung

22.02.2017 - Trotz Waffenruhe und anstehender Friedensgespräche: Für 13,5 Millionen Syrer ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Unter ihnen sind viele Kinder, die ihre Eltern verloren haben. "Die Versorgung dieser Kinder muss oberste Priorität haben", sagt Alia Al-Dalli, die Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten.
Jeder Tag ein Kampf ums Überleben: Kind in Aleppo - Foto: Abeer Pamuk

Fast vier Millionen syrische Kinder wurden geboren, seit die Gewalt vor sechs Jahren ausbrach. "Für diese Kleinsten unter den Kindern ist Krieg das einzige, was sie kennen", so Al-Dalli weiter. "Die Heranwachsenden sind nicht nur durch ihre Vergangenheit  traumatisiert, Gewalt und Leid haben auch ihre Zukunft geprägt." Syrien laufe Gefahr, eine ganze Generation zu verlieren.

"Syriens Kinder können nicht länger warten!"

Zu den Syrien-Friedensgesprächen in Genf appellieren die SOS-Kinderdörfer deshalb eindringlich an alle Konfliktparteien, sehr schnell zu einer politischen Lösung zu kommen. Nur so könnten die Hilfsorganisationen sich noch stärker in Syrien engagieren und den Menschen helfen.

"Vor allem die Kinder sind bedürftig, sie können nicht länger warten. Wir müssen jetzt handeln!", sagt Al-Dalli. "Doch damit das gelingt, sind Frieden und Stabilität notwendig - und davon ist Syrien leider immer noch weit entfernt."

Hier könnnen Sie ein Interview mit Alia Al-Dalli nachlesen.